Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Wutanfall steigert Herzinfarkt-Risiko

Aktuelles

Mann in den 30ern, T-Shirt, zornverzerrtes Gesicht, geballte Fäuste

Alles muss raus: Einerseits fühlen sich viele nach einem Wutanfall erleichtert, andererseits leiden Herz und Kreislauf darunter.
© olly - Fotolia

Mi. 25. Februar 2015

Nach Wutanfall steigt das Herzinfarkt-Risiko

Kennen Sie Gernot Hassknecht? Die Wutanfälle dieses Kabarett-Charakters über "Flachpfeifen" aus Politik und Gesellschaft sind legendär. Er steigert sich so hinein, dass man beim Zuschauen unwillkürlich Angst um seine Gesundheit bekommt. Und das offenbar nicht zu Unrecht: Australische Forscher wiesen jetzt nach, dass Wutanfälle die Gefahr für einen Herzinfarkt erhöhen.

Anzeige

Das Risiko, dass Symptome eines Herzinfarkts auftraten, lag zwei Stunden nach einem akuten Ärger-Ereignis achtmal höher als unter normalen Bedingungen. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift European Heart Journal: Acute Cardiovascular Care. Einen ähnlichen Zusammenhang fanden sie für Herzinfarkt-Symptome innerhalb von zwei Stunden nach einer Angstattacke. Die Forscher aus Sydney hatten für ihre Studie Herzinfarkt-Patienten unter anderem dazu befragt, ob und wie stark sie sich im Vorfeld des Infarkts geärgert hatten. Auf einer Sieben-Punkte-Skala definierten sie 1 als "ruhig" und 7 als "sehr zornig, außer Kontrolle, Dinge schmeißend, sich selbst und anderen wehtuend". Akuter Ärger war der Definition zufolge bei Punkt 5 erreicht mit den Kennzeichen "sehr verärgert, Körper angespannt, die Fäuste vielleicht geballt und kurz davor in die Luft zu gehen".

Ihre Studie trage zu den zwar wenigen, aber zunehmenden Hinweisen bei, die einen Zusammenhang zwischen akuten emotionalen Zuständen und Herzinfarkt sehen. Das erhöhte Risiko für einen Herzinfarkt im Anschluss an starken Ärger oder Ängste sei höchstwahrscheinlich das Resultat verschiedener Faktoren, erklärt Thomas Buckley von der University of Sydney in einem begleitenden Kommentar. Dazu gehörten der Anstieg von Pulsfrequenz und Blutdruck, die Verengung der Blutgefäße und eine verstärkte Blutgerinnung. Man müsse Strategien entwickeln, um jene, die besonders gefährdet seien, zu schützen. Dies könne ein Training zur Stressverminderung sein, damit Zorn und Ängste nicht überhand nehmen, oder das Vermeiden von Ereignissen, die üblicherweise eine starke Reaktion hervorrufen. Auch die vorsorgliche Einnahme von Medikamenten könnte bei besonders gefährdeten Menschen eine geeignete Option sein, so Buckley.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Checkliste: Reisen mit Blasenschwäche

Mit diesen Tipps können Sie entspannt in den nächsten Urlaub starten.

5 Tipps für Kontaktlinsenträger

So vermeiden Sie Infektionen und verbessern den Tragekomfort.

Hepatitis E durch rohes Schweinefleisch

Rohes und halbgares Fleisch ist die Hauptursache für Infektionen in der EU.

Asthma: Apotheker erklären die Inhalation

Dosieraerosole und Pulverinhalatoren haben ihre Tücken bei der Anwendung.

Thema der Woche: Reisekrankheit

Mit einfachen Mitteln kann man verhindern, dass die Übelkeit auf der Fahrt zu groß wird.

Überstunden stören den Herzrhythmus

Das Herzrisiko steigt deutlich mit zunehmender Wochenarbeitszeit.

Ein erfülltes Leben verbessert den Schlaf

Gerade bei älteren Menschen kann das eine Rolle spielen.

Die meisten Senioren fühlen sich wohl

Vor allem sogenannte psychosoziale Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Wenn Schnuller zum Problem werden

Nuckeln Kinder oft am Schnuller, wirkt sich das in vielen Bereichen negativ auf die Gesundheit aus.

Thema der Woche: Nährstoffmangel vorbeugen

Sportler, Senioren, Schwangere: Jede Gruppe hat einen individuellen Nährstoffbedarf.

Hitze macht den Beinen zu schaffen

Gerade im Sommer machen sich Venenleiden stärker bemerkbar. Apotheker Volker Schmitt gibt hilfreiche Tipps dagegen.

Beinschmerz warnt vor Herzinfarkt

Schmerzen die Beine, kann das auf Probleme mit den Blutgefäßen hindeuten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen