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Arzt erklärt Patientin das Koloskop

Die Darmspiegelung wird mit einem Endoskop, einem schlauchförmigen Spezialgerät, in dem unter anderem eine Videokamera integriert ist, durchgeführt.
© Felix Burda Stiftung

Mi. 11. März 2015

Darmspiegelung verringert Darmkrebs-Risiko deutlich

Die Prognose einer Darmkrebserkrankung hängt entscheidend davon ab, in welchem Stadium der Tumor entdeckt wird. Liegen nur Krebsvorstufen vor, kann durch deren rechtzeitige Behandlung der Ausbruch der Krankheit verhindert werden. Die Darmspiegelung gelte dabei als beste Methode, diese Vorstufen zu identifizieren, teilt die Med(izinische) Uni(versität) Wien mit.

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Bei der Darmspiegelung, im Fachjargon Koloskopie, handelt es sich um eine risikoarme Vorsorgemethode, bei der die Darmschleimhaut untersucht wird. Dies geschieht mit einem Endoskop, einem schlauchförmigen Spezialgerät, in dem unter anderem eine Videokamera integriert ist, die das Bild des Darminneren auf einen Monitor projiziert. Werden Darmkrebsvorstufen, sogenannte Adenome, entdeckt, können sie im Zuge der Darmspiegelung gleich entfernt werden, sagt Monika Ferlitsch von der MedUni Wien.

Ein einfacher Test, mit dem sich verstecktes Blut im Stuhl nachweisen lässt, sei dagegen weniger zuverlässig, so die Medizinerin. In einer Studie hatten sie und ihr Team Koloskopie-Ergebnisse mit denen eines Stuhltests verglichen. Dabei zeigte sich, dass fast 37 Prozent der Männer, selbst wenn ihr Stuhltest negativ war, ein höheres Risiko hatten, ein Adenom zu entwickeln, als Frauen mit einem positiven Test. Dies lege den Schluss nahe, dass das Geschlecht mehr über das Darmkrebs-Risiko aussage als ein positives Stuhltest-Ergebnis. Dieser sei somit zur Darmkrebsvorsorge eigentlich wertlos, so Ferlitsch. Sie und ihre Kollegen raten daher allen Männern ab 45 Jahren sowie Frauen ab 50 Jahren zu einer Darmspiegelung.

HH

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