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Mutter misst bei Schulkind (Mädchen, ca. 9 Jahre) Fieber und stützt mit einer Hand ihren Kopf. Beide sind blond.

Bevor ein Kind wieder in die Schule geht, sollte es 24 Stunden fieberfrei gewesen sein.
© Model colourbox.de/Monkey Business Images

Mo. 16. März 2015

Krankes Schulkind: Wann es am besten zu Hause bleibt

In die Schule oder ins Bett? Die Frage, ob und wie lange ihr krankes Kind zu Hause bleiben soll, ist für Eltern oft nicht leicht zu beantworten. Die folgenden Ratschläge von Hannah Chow-Johnson, Kinderärztin und Dozentin an der Loyola University Chicago, können Eltern bei der Entscheidung helfen.

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  • Bindehautentzündung: Die Entzündung der Augen, medizinische Konjunktivitis, ist extrem ansteckend. Die Augen sind gerötet, geschwollen, schmerzen und tränen. Sekrete, die das Auge absondert, können zudem die Lider verkleben. Solange das Auge rot ist und die Beschwerden anhalten, ist das Kind ansteckend und sollte zu Hause bleiben – egal ob es sich um eine bakterielle oder virale Bindehautentzündung handelt.
  • Brechdurchfall: Eine Gastroenteritis oder Magen-Darm-Grippe kann mit Erbrechen und Durchfall einhergehen. Sie wird vor allem durch Viren verursacht. Betroffene Kinder brauchen Ruhe und ausreichend Flüssigkeit, um wieder gesund zu werden. Das Kind erst wieder in die Schule schicken, wenn Durchfall und Erbrechen über 24 Stunden ausgeblieben sind.
  • Husten: Bei andauerndem Husten, Reizhusten oder starken Hustenanfälle kann es sinnvoll sein, ein Kind daheim zu lassen. Bei leichtem Husten spricht nichts gegen einen Schulbesuch. Allerdings ist es sinnvoll, dass die Eltern mit ihm besprechen, wie man "richtig" hustet: in ein Tuch oder den Ellbogen, damit Erreger nicht durch die Klasse fliegen. Auch häufiges Händewaschen beugt vor.
  • Fieber: Fieber ist nicht ansteckend, aber ein deutliches Zeichen dafür, dass der Körper mit der Abwehr von Krankheitserregern beschäftigt ist und Ruhe braucht. Bevor ein Kind wieder in die Schule geht, sollte es 24 Stunden fieberfrei gewesen sein – natürlich ohne fiebersenkende Medikamente.
  • Halsschmerzen: In 70 Prozent der Fälle gehen Halsschmerzen auf das Konto von Viren. Wird die Halsentzündung durch Streptokokken verursacht, gesellen sich zu den Halsschmerzen meist auch Fieber und Kopfschmerzen dazu. Kinder mit einer Streptokokken-Infektion sind ansteckend und sollten frühestens nach 24 Stunden Antibiotikatherapie wieder in die Schule gehen. Genaueres können Eltern mit dem behandelnden Arzt besprechen. Bei einer Viren-Infektion richten sich die Eltern am besten nach dem Wohlbefinden des Kindes, rät Chow-Johnson.

HH

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