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Junge blonde Frau niest kräftig in ein Taschentuch, rotgeränderte Augen, im Vordergrund ein Forsythienstrauch.

Es geht wieder los. Auch wenn das Wetter noch kühl ist, merken viele Allergiker die Frühblüher bereits deutlich.
© Model colourbox.com

Mo. 30. März 2015

Soforthilfe gegen Heuschnupfen

Endlich ist wieder Frühling – doch Heuschnupfengeplagte merken deutlich, dass die Pollensaison bereits begonnen hat. Die Apothekerkammer Bremen rät dazu, sich frühzeitig mit Mitteln gegen juckende Augen und Niesattacken auszustatten.

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Der Grund, warum insbesondere Nase und Augen bei Heuschnupfen betroffen sind, lässt sich durch die hohe Anzahl an Mastzellen in der Nasenschleim- und Bindehaut erklären. Mastzellen schütten bei Kontakt mit Allergenen Histamin aus, was zum Anschwellen der Nasenschleimhaut und vermehrter Sekretbildung führt. Auch Niesattacken und Juckreiz werden durch den Botenstoff ausgelöst. "Birkenpollen bereiten hierbei die meisten Probleme, da sie am häufigsten Allergien auslösen", erläutert Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen.

Bei allergischen Beschwerden sind Antihistaminika wie Loratadin und Cetirizin Mittel der ersten Wahl. Sie sind wirksam, gut verträglich und machen kaum müde. Gute und schnelle Hilfe versprechen auch Antihistaminika in Form von applizierbaren Präparaten: Nasenspray und Augentropfen. Innerhalb einer Viertelstunde setzt die Wirkung mit einem H1-Antihistaminikum ein. Arzneistoffe wie Azelastin und Levocabastin werden lokal als Augentropfen oder Nasenspray eingesetzt und halten zudem bis zu zwölf Stunden vor. Sollte sich keine Besserung einstellen, ist der Einsatz von Kortisonpräparaten möglich – allerdings in voriger Absprache mit dem Hausarzt. "Glucocorticoide verhindern beziehungsweise lindern alle mit allergischen Reaktionen verbundenen Entzündungen", erläutert der Kammerpräsident. Sie wirken sowohl auf die Schleimhäute der Nase und Augen als auch abschwellend und antientzündlich im Bronchialsystem.

Wer schon frühzeitig vorbeugen möchte, ist mit den Wirkstoffen Cromoglicinsäure und Nedocromil gut beraten. Sie agieren als Mastzellenstabilisatoren und bewirken, dass der Körper weniger Histamin freisetzt. Die Heuschnupfen-Symptomatik wird also abgeschwächt. Die Mittel wirken in der Regel allerdings nicht sofort, sondern erst nach etwa zwei bis drei Wochen. Die Anwendung muss regelmäßig mehrmals am Tag erfolgen.

Mehr zu diesem Thema finden Sie im Themenspecial Heuschnupfen auf aponet.de.

AK-Bremen/RF

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