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Ist der Stuhlgang seltener als dreimal pro Woche, sprechen Mediziner von Verstopfung.
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Do. 09. April 2015

Damm-Massage hilft bei Verstopfung

Eine Damm-Massage empfehlen viele Hebammen werdenden Müttern, um die Gefahr eines Dammrisses während der Geburt zu verringern. Die Vorzüge der Selbst-Akupressur gehen aber offenbar noch viel weiter. So scheint eine regelmäßige Massage des Damms bei Verstopfung zu helfen.

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Der Damm, wissenschaftlich Perineum, ist die Region, die bei Frauen zwischen Darmausgang und Scheide, bei Männern zwischen Darmausgang und Hodensack liegt. In einer US-amerikanischen Studie verbesserte eine Selbst-Akupressur dieser Stelle die Darmfunktion von Teilnehmern mit Verstopfung deutlich mehr als bei Testpersonen, die dies nicht durchführten. Wie Dr. Ryan Abbott von der University of California in Los Angeles und Kollegen in der Fachzeitschrift Journal of General Internal Medicine berichten, waren Patienten, die ein Selbst-Akupressur-Training erhalten hatten, mit dem Erfolg zufrieden, und die Mehrheit gab an, die Technik weiterhin verwenden zu wollen. Grund für den positiven Effekt könnte eine Entspannung von Muskeln im Bereich des Darms sein, glauben die Forscher. Denkbar ist zudem, dass eine Massage des Damms Verhärtungen des Stuhls auflöst.

Die kalifornischen Wissenschaftler hatten ihre Arbeit mit 100 Erwachsenen durchgeführt, die nach den sogenannten Rome-III-Kriterien an einer Verstopfung litten. Symptome einer Verstopfung sind zum Beispiel ein harter Stuhl, weniger als drei Stuhlgänge pro Woche, starkes Pressen, das Gefühl, dass der Darm nicht komplett entleert ist, oder die Notwendigkeit, mit den Händen nachhelfen zu müssen. Während die Kontrollgruppe lediglich Informationen dazu erhielt, wie sich mit ballaststoffreicher Ernährung und Bewegung eine Verstopfung lindern lässt, lernten Teilnehmer der zweiten Gruppe noch zusätzlich, wie sie die Dammregion mit Hilfe der Akupressur massieren konnten. Aus ihren Ergebnissen schließen die Forscher, dass es sinnvoll sein könnte, die Massage-Technik zusätzlich zu veränderten Lebensgewohnheiten anzuwenden.

HH

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