Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert 7 Regeln für Reisen mit Medikamenten

Aktuelles

Paar in den 30erin in leichter Reisekleidung am Flughafen-Check-in-Schalter

Bei der Gepäckabgabe checkt man am besten nochmal, ob alle benötigten Arzneimittel im Handgepäck sind.
© Model colourbox.de

Mo. 20. April 2015

7 Regeln für das Reisen mit Medikamenten

Die Deutschen verreisen gerne, und die Saison startet gerade. Wer auf Medikamente angewiesen ist, nimmt diese natürlich mit. Folgende Regeln der Apothekerkammer Hamburg helfen, dass die Arzneimittel unterwegs unversehrt und wirksam bleiben.

Anzeige

  1. Wer fliegt, führt kälteempfindliche Wirkstoffe wie Insulin immer im Handgepäck mit sich, da es im Frachtraum des Flugzeugs oft sehr kalt werden kann. Beispielsweise kristallisiert Insulin bei null Grad Celsius und verliert seine Wirkung.
  2. Flugzeug und Bahn können sich verspäten oder das Gepäck steht nicht immer sofort nach der Landung zur Verfügung. Es empfiehlt sich daher immer, eine zusätzliche Menge der benötigten Arzneimittel für einige Tage auf Vorrat griffbereit im Handgepäck aufzubewahren. Falls möglich verteilen Reisende ihre Arzneien auf mehrere Handgepäckstücke.
  3. Patienten, die flüssige Medikamente mit in die Flugzeugkabine nehmen müssen, besorgen sich dafür eine Bescheinigung vom Arzt oder Apotheker. Zudem ist es sinnvoll, die jeweiligen Beipackzettel bereitzuhalten. Augentropfen, Nasenspray oder Insulin können außerhalb des durchsichtigen Plastikbeutels mit an Bord genommen werden. Sie sind jedoch an der Sicherheitskontrolle separat vorzuzeigen.
  4. Kühlpflichtige Präparate müssen während des Transports vor Wärme geschützt werden. Sehr gut eignen sich dazu thermogeschützte Reiseapothekentaschen, die in der Apotheke erhältlich sind.
  5. Im Auto kann das Thermometer bis auf 60 Grad Celsius steigen. Dadurch können Medikamente Schaden nehmen. Beim Parken in heißen Ländern nimmt man also am besten alle Arzneimittel mit, wenn man das Auto verlässt.
  6. Für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, sind im Schengen-Raum, dazu zählen die meisten EU-Staaten, Norwegen, Island sowie die Schweiz, spezielle ärztliche Bescheinigungen oder eine Beglaubigung der Landesgesundheitsbehörde erforderlich - mehrsprachig. Darauf müssen auch Angaben zur Dosierung stehen, damit der Bedarf für die Reise abgeschätzt werden kann. Die notwendigen Formulare und Bestimmungen für andere Reiseziele finden Patienten auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.bfarm.de).
  7. Für Fernziele und Reisen in tropische Länder ist eine Beratung zur Reisemedizin zu empfehlen. Idealerweise informieren sich Reisende acht bis zehn Wochen vor dem Reiseantritt in ihrer Apotheke oder beim Arzt.

AK HH/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Diät-Limo erhöht das Risiko für Demenz

Egal ob Zucker oder künstliche Süßstoffe: Beides schadet offenbar dem Gehirn.

Thema der Woche: Männerleiden

Manche gesundheitlichen Probleme treffen nur oder vor allem das vermeintlich starke Geschlecht.

Energiekick? Besser Treppe als Kaffee

Es gibt effektivere Fitmacher gegen das Mittagstief als Koffein aus Kaffee oder Cola.

Tumorzellen auf Aminosäure-Entzug

Forscher haben evtl. einen Weg gefunden, wie sich Krebszellen aushungern lassen.

Mit Cannabis-Creme gegen Juckreiz

Möglicherweise eine Therapieoption für Menschen mit Ekzemen, Neurodermitis oder Psoriasis.

Machen manche Fette Menschen faul?

Forscher gehen davon aus, dass weit verbreitete Fette zu einem sitzenden Lebensstil beitragen.

Thema der Woche: Jojo-Effekt vermeiden

Je nach Diät ist es eine große Herausforderung, das Gewicht anschließend zu halten.

Magnesium beugt Knochenbrüchen vor

Nicht nur Calcium und Vitamin D stärken die Knochen.

Säureblocker und NSAR: Riskante Kombi?

Die gängige Kombination dieser beiden Medikamente schadet dem Darm.

Sind Bio-Eier wirklich gesünder?

Forscher haben Bio-Eier mit Eiern aus Bodenhaltung verglichen.

Schwangere brauchen mehr Eisen

Vor allem Vegetarierinnen müssen darauf achten, den steigenden Bedarf zu decken.

Thema der Woche: Faszination Ei

Warum gibt es Ostereier und was ist das Ei des Kolumbus? Mythen und Bräuche im Überblick.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen