Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Zucker als Wurzel von Übergewicht

Aktuelles

Nahaufnahme Gesicht dunkelhaarige Frau, großer Strohhut, beißt genüsslich in ein Fruchteis (orangefarben)

Eine Ernährung mit viel Zucker tue auch normalgewichtigen Menschen nicht gut, sagen britische Forscher.
© WavebreakmediaMicro - Fotolia

Do. 23. April 2015

Zucker als Wurzel von Übergewicht und Krankheiten

Wer abnehmen will hat im Prinzip zwei Möglichkeiten: Weniger Kalorien zu sich nehmen oder mehr verbrennen. Britische Forscher sehen das etwas differenzierter. Ihnen zufolge ist es wichtig, woher die Kalorien kommen. Außerdem könne Sport schlechte Ernährungsgewohnheiten nicht ausgleichen.

Anzeige

Zu viel Zucker und Kohlenhydrate, nicht zu wenig Bewegung, seien für das zunehmende Übergewicht in der Bevölkerung verantwortlich, schreiben die Wissenschaftler aus Großbritannien, Südafrika und den USA in einem Editorial im British Journal of Sports Medicine. Regelmäßige Bewegung sei zwar in der Tat wichtig, um Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder Demenz vorzubeugen. Doch sei die kalorienreiche Ernährung der heutigen Zeit für mehr Krankheiten verantwortlich als Bewegungsmangel, Alkohol und Rauchen zusammen, so die Meinung der Autoren. Studien deuteten darauf hin, dass bei bis zu 40 Prozent all jener, deren Gewicht im Normalbereich liege, Stoffwechselveränderungen zu finden seien, die normalerweise mit Übergewicht in Zusammenhang stünden.

Weit verbreitet sei die Annahme, ein gesundes Gewicht sei mit Kalorienzählen erreichbar. Die entscheidende Frage sei jedoch, wo die Kalorien herkämen. "Zucker-Kalorien fördern die Fettspeicherung und Hungergefühle. Fett-Kalorien führen zu einem Völle- und Sättigunsgefühl", schreiben die Autoren. Das Risiko an Diabetes zu erkranken, steige mit jeden 150 zusätzlichen Zucker-Kalorien pro Tag um das Elffache, verglichen mit der gleichen Kalorienmenge durch Fette. Und glaubt man den Autoren, sind Kohlenhydrate nicht besser. Ihnen zufolge deuten neuere Studien darauf hin, dass die Einschränkung von Kohlenhydraten die effektivste Methode sei, alle Facetten des metabolischen Syndroms zu reduzieren.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Ihr Apotheker informiert

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So lässt sich die Sturzgefahr senken

Viele Unfälle passieren im Freien, warnen Experten.

Schmerzmittel steigern den Blutdruck

Besondere Vorsicht ist bei gängigen Schmerz- und Grippemitteln geboten.

Apotheker helfen bei häuslicher Pflege

Angehörige finden Unterstützung und Hilfsmittel in ihrer Apotheke vor Ort.

Thema der Woche: Fuß- und Nagelpilz

Beides lässt sich mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke behandeln.

Darmkrebs: Nüsse halbieren Sterberate

Krebspatienten profitieren offenbar davon, regelmäßig Nüsse zu essen.

Wechseljahre: Fenchel lindert Beschwerden

Die Heilpflanze könnte eine Alternative zur Hormonersatztherapie sein.

AMD: Augentropfen statt Spritzen?

Die unangenehme Behandlung mit Spritzen könnte bald der Vergangenheit angehören.

Herzinfarkt durch Atemwegsinfekt

In den ersten Tagen der Erkrankung ist das Risiko um das 17-fache höher.

Cannabis: Kasse kann Erstattung ablehnen

Das kann passieren, wenn nicht alle Therapiealternativen ausgeschöpft sind.

Thema der Woche: Heiserkeit im Alter

Mit einigen Tipps und etwas Training versagt die Stimme nicht so schnell.

Wattestäbchen gehören nicht ins Ohr

Täglich müssen Patienten wegen Verletzungen durch Wattestäbchen behandelt werden.

Enzym hilft bei Gluten-Sensibilität

Das Enzym verhindert, dass größere Mengen Gluten in den Dünndarm gelangen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen