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Medikamente sollten besser nicht mit dem Löffel dosiert werden.

Wird Medizin mit einem Löffel abgemessen, kommt es offenbar häufig zu Dosierungsfehlern.
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Fr. 22. Januar 2016

Medizin besser nicht mit Löffeln dosieren

Wird Medizin in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen, ist die richtige Dosierung nicht so schwer. Anders sieht es bei Flüssigkeiten aus, wie zum Beispiel Hustensäften oder Fiebermitteln. Hier macht es offenbar einen deutlichen Unterschied, ob in Löffeln oder Millilitern gemessen wird.

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Wer zum Abmessen flüssiger Medikamente einen Tee- oder Esslöffel benutzt, liegt bei der Einschätzung der Menge häufig falsch. Zu diesem Ergebnis kamen Koert van Ittersum von der Universität Groningen in den Niederlanden und Brian Wansink von der Cornell University in den USA schon in einer früheren Studie. Danach nahmen Studienteilnehmer mit einem Teelöffel 8,4 Prozent zu wenig Medizin ein, mit einem Esslöffel dagegen 11,6 Prozent zu viel. In ihrer aktuellen Studie hatte das Forscher-Duo nun untersucht, ob es helfen könnte, die Dosierungsangaben nur in Milliliter zu formulieren. Mit Erfolg: Die Gefahr von Dosierungsfehlern könnte sich durch eine Umstellung der Maßeinheiten um 50 Prozent senken, so die Forscher.

Von 177 jungen Erwachsenen, die an der Studie teilnahmen, verwendeten etwa 35 Prozent am liebsten Löffel, um ihre Medizin zu dosieren. 61 Prozent von ihnen griffen auch weiterhin zu dem Küchenutensil, wenn die Dosierungsinformationen in Löffeln angegeben waren. Keiner von ihnen griff zum Messbecher. War die Menge dagegen in Milliliter angegeben, waren Löffel und Messbecher insgesamt gleich beliebt. Pharmaunternehmen sollten die Dosierungsangaben auf flüssigen Medikamenten daher am besten in Milliliter angeben. Für zu Hause raten sie, Arzneisäfte für sich oder für Kinder immer mit Hilfe der Messbecher abzumessen, die üblicherweise zur Verpackung flüssiger Arzneimittel gehörten. Löffel seien keine akkuraten Messinstrumente, so van Ittersum.

HH

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