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Vitamin-D-Mangel wird mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht.

Um Vitamin D zu bilden, braucht der Körper Sonnenlicht. In den Wintermonaten sind daher viele Menschen unterversorgt.
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Fr. 06. Januar 2017

Vitamin D: Mangel verursacht Kopfschmerzen

Vitamin D spielt für unsere Gesundheit eine entscheidende Rolle. Forscher aus Finnland haben nun herausgefunden, dass ein Mangel an dem Sonnenvitamin das Risiko für chronische Kopfschmerzen erhöht. Die Ergebnisse sind aktuell im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht.

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Vitamin D ist ein Hormon, das unser Körper mithilfe von Sonnenlicht bildet. Ein Mangel ist daher gerade in den dunkeln Wintermonaten vorprogrammiert. Forscher der University of Eastern Finland haben nun herausgefunden, dass ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für chronische Kopfschmerzen erhöht. Für ihre Studie untersuchten sie über fünf Jahre hinweg 2.600 Männer zwischen 42 und 60 Jahren. Chronische Kopfschmerzen traten bei 250 der Männer auf – vor allem bei denen, die besonders niedrige Vitamin-D-Werte hatten. Es zeigte sich, dass die Studienteilnehmer mit den niedrigsten Werten ein doppelt so hohes Risiko für chronische Kopfschmerzen hatten wie die Teilnehmer mit dem höchsten Vitamin-D-Spiegel. Über Kopfschmerzen klagten die Männer zudem besonders häufig von Oktober bis Mai. In diesen Monaten kann der Körper wegen der geringen Sonneneinstrahlung nur wenig Vitamin D produzieren.

In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, kann der Körper nur im Sommer ausreichend Vitamin D produzieren. Während der anderen Monate seien den Forschern zufolge Nahrungsergänzungsmittel nötig, um den Vitamin-D-Spiegel auf einem hohen Niveau zu halten. Bisher existiere jedoch keine Langzeitstudie zu den Vorteilen und möglichen Risiken einer Einnahme von hohen Dosen Vitamin D. Diese Auswirkungen untersuchen die Forscher aktuell im Rahmen des "Finnish Vitamin D Trial" (FIND), einer groß angelegten Studie, für die 2.500 Teilnehmer fünf Jahre lang täglich 40 oder 80 Mikrogramm Vitamin D einnehmen.

NK

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