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Bei Rückenschmerzen helfen alternative Therapien.

Bevor bei Rückenschmerzen Medikamente zum Einsatz kommen, empfehlen Experten zunächst alternative Therapien.
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Do. 16. Februar 2017

Rückenschmerzen: Lieber Wärme und Massage statt Medikamente

Viele Menschen, die unter Schmerzen im unteren Rücken leiden, nehmen Schmerzmittel ein. Experten aus den USA empfehlen allerdings, nicht sofort zu Medikamenten zu greifen sondern zunächst alternative Behandlungsmethoden auszuprobieren.

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Akute Schmerzen im unteren Rücken, die nicht von Nervenwurzeln im Bereich der Wirbelsäule ausgehen, können auch ohne Medikamente gelindert werden. Hilfreich sind zum Beispiel oberflächliche Wärme, Massage oder Akupunktur. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des American College of Physicians (ACP), die entsprechende Leitlinien in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine veröffentlicht haben. Ärzte könnten ihren Patienten zudem versichern, dass Rückenschmerzen normalerweise unabhängig von der Behandlung mit der Zeit besser würden, sagt Dr. Nitin S. Damle vom ACP. Deshalb sollten unnötige und teure Tests oder Medikamente mit möglichen Nebenwirkungen, insbesondere Narkotika, vermieden werden.

Auch Menschen mit chronischen Schmerzen im unteren Rücken raten die Experten, zunächst eine nicht-medikamentöse Therapie zu probieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von Sport, Tai-Chi oder Yoga bis hin zu achtsamkeitsbasierter Stressreduktion, progressiver Muskelentspannung oder Akupunktur. Wichtig sei, dass Übungen immer unter der Anleitung von Fachleuten durchgeführt werden, so die Mediziner. Helfen diese Dinge nicht, empfehlen sie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) als Mittel der ersten Wahl. Opioide sollten erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere Therapien versagt hätten und nur nach sorgfältigem Abwägen der Vorteile gegenüber den Risiken. In jedem Fall sollten Betroffen ihre Therapieschritte mit ihrem behandelnden Arzt abklären.

HH

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