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Schlafmittel sollten nur als letzte Option zum Einsatz kommen.

Schlafprobleme dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In der Apotheke können sich Betroffene Rat einholen.
© Dan Race - Fotolia.com

Do. 06. April 2017

Schlafmittel nur kurzfristig einnehmen

Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Um schnell Abhilfe zu schaffen, greifen viele Betroffene schnell zu chemischen Schlafmitteln. Diese bergen aber ein hohes Suchtpotential. Deshalb raten die Apotheker in Bayern, dass diese Schlafmittel – wenn überhaupt – nur zur Kurzzeittherapie eingesetzt werden sollen.

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"Schlaf ist ein wichtiger Teil unseres Lebens und notwendig zur Regeneration von Körper und Geist. Jede Stunde weniger Schlaf pro Tag kann zu einer Gewichtszunahme, Typ-2-Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten und Bluthochdruck führen", erklärt Apotheker Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern. Die ideale Schlafzeit ist individuell unterschiedlich, liegt aber im Normalfall zwischen sechs und acht Stunden. Die Ursachen für Schlafstörungen sind zahlreich, weiß Apotheker Schmitt: "So können uns Sorgen und Stress den Schlaf rauben, Beschwerden wie Schmerzen oder Unruhe in den Beinen sind weitere Beispiele." Schlafstörungen können aber auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten. Darunter fallen einige Antidepressiva, Schilddrüsenhormone sowie Mittel gegen Bluthochdruck. Ebenso zählen zu hoher Alkoholkonsum am Abend, zu spätes Essen oder später Sport zu den häufigsten Gründen von Schlafstörungen.

Apotheker Schmitt gibt Betroffenen folgende Tipps:

  • bis zu sechs Stunden vor dem Schlafengehen keine anregenden Getränke wie Kaffee, Tee oder Alkohol trinken,
  • Schwere Mahlzeiten und stark gewürzte Speisen am Abend besser vermeiden,
  • Im Schlafzimmer für eine angenehme Temperatur sorgen und den Raum wenn möglich abdunkeln,
  • Bei länger andauernden Schlafstörungen ist ein Arztbesuch angezeigt. Medikamente sollten prinzipiell erst dann zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Maßnahnahmen erfolglos waren.

Schmitt: "Für uns Apotheker ist es elementarer Bestandteil der pharmazeutischen Beratungstätigkeit, mögliche Auslöser von Schlafstörungen zu hinterfragen." Patienten können sich in der Apotheke vor Ort deshalb sowohl zu rezeptfreien als auch zu rezeptpflichtigen Schlafmitteln ausführlich beraten lassen.

BLAK/NK

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