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Künstlich gesüßte Getränke könnten dem Gehirn schaden.

Forscher mahnen: Süßstoffhaltige Getränke sind nicht unbedingt gesünder als gezuckerte Limonaden.
© gabycampo - Fotolia.com

Mo. 24. April 2017

Diät-Limo erhöht das Risiko für Demenz und Schlaganfall

Für alle Menschen, die süße Getränke lieben, haben US-Forscher eine schlechte Nachricht: Zu viel Zucker, speziell Fruktose in zuckerhaltigen Getränken, könnten dem Gehirn schaden. Und offenbar hilft es auch nicht, auf Getränke mit Süßstoff auszuweichen - im Gegenteil.

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Menschen, die häufig zuckerhaltige Getränke konsumieren, zeigen der Studie zufolge stärkere Anzeichen für eine beschleunigte Alterung des Gehirns: Sie haben ein schlechteres Gedächtnis, ein kleineres Gehirnvolumen und einen deutlich kleineren Hippocampus – eine Gehirnregion, die für Lernen und das Gedächtnis wichtig ist. Auch Getränken mit künstlichen Süßstoffen standen mit einem kleineren Hirnvolumen in Verbindung. In einer Nachfolgestudie zeigte sich zudem, dass Menschen, die Diätlimonaden tranken, dreimal so häufig einen Schlaganfall erlitten und an Demenz erkrankten als Personen, die diese nicht tranken. Interessanterweise war dieser Zusammenhang bei zuckerhaltigen Getränken nicht zu erkennen, wie die Forscher in den Fachzeitschriften Alzheimer's & Dementia und Stroke berichten.

Für die Studie wurden Daten von rund 4.000 Teilnehmern der Framingham Heart Study ausgewertet. Als hoher Konsum galt zum Beispiel, wenn Menschen mehr als zwei gezuckerte oder künstlich gesüßte Getränke pro Tag zu sich nahmen. Die Forscher betonen jedoch, dass die Ergebnissen nur Zusammenhänge zeigen, die jedoch keinen eindeutigen Rückschluss auf Ursache und Wirkung zulassen. Obwohl die Wissenschaftler andere Faktoren wie Alter, Rauchen oder Ernährungsqualität berücksichtigt hatten, können sie zum Beispiel nicht ausschließen, dass noch weitere andere Faktoren wie etwa Diabetes einen Einfluss gehabt haben könnten. So gilt die Zuckerkrankheit als Risikofaktor für Demenz. Diabetiker wiederum trinken den Forschern zufolge durchschnittlich mehr süßstoffhaltige Getränke, um ihren Zuckerkonsum einzuschränken. Dennoch könnte dies die Ergebnisse nicht komplett erklären, sind sich die Wissenschaftler sicher.

HH

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