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Italienischer Kaffee könnte zur Prävention von Prostatakrebs dienen.

Männer, die täglich Kaffee trinken, senken ihr Krebsrisiko.
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Do. 27. April 2017

Italienischer Kaffee schützt vor Prostatakrebs

Die mediterrane Ernährung gilt als ausgesprochen gesund. Jetzt konnten Wissenschaftler einem weiteren Bestandteil italienischer Lebensart einen gesundheitlichen Nutzen attestieren: So scheint Kaffee, wie er in Italien zubereitet wird, das Risiko für Prostatakrebs zu senken.

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Männer, die täglich mehr als drei Tassen Kaffee nach italienischer Machart tranken, hatten ein um mehr als die Hälfte geringeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Dies berichten Forscher im International Journal of Cancer, die für die Studie rund 7.000 Männer aus der Region Molise in Zentralitalien zu ihren Kaffee-Gewohnheiten befragt und über durchschnittlich vier Jahre beobachtet hatten. Die Forscher schließen aus ihren Ergebnissen, dass drei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag das Risiko für einen Tumor der Vorsteherdrüse senken kann. In Laborexperimenten, in denen die Forscher die Auswirkungen von Kaffee-Extrakten an Prostatakrebszellen testen, gelang es ihnen, die tumorbekämpfende Aktivität zu bestätigen. Es zeigte sich, dass koffeinhaltige Kaffee-Extrakte Zellteilung und -wachstum von Krebszellen und ihre Fähigkeit, Metastasen zu bilden, deutlich reduzierten. Dieser Effekt war so gut wie nicht zu erkennen, wenn Kaffee-Extrakte ohne Koffein verwendet wurden.

Der positive Einfluss des Kaffees sei damit vermutlich eher dem Koffein zuzuschreiben als einem der vielen anderen Inhaltsstoffen des Getränks, so die Forscher. Darüber hinaus könnte auch die für Italien typische Zubereitung des Kaffees eine Rolle spielen. So sind hoher Druck, sehr heiße Wassertemperaturen und keine Filter charakteristisch für die italienische Art, Kaffee zuzubereiten. Dies könne möglicherweise zu einer höheren Konzentration bioaktiver Substanzen führen, so die Vermutung der Wissenschaftler. Ein Aspekt, den es aus ihrer Sicht lohnen könnte, weiter zu untersuchen.

HH

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