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Diese Vorsichtsmaßnahmen helfen bei Insektenstichen.

Wespen, Bienen & Co werden von süßen Getränke angezogen. Ein Strohhalm schützt davor, die Tiere unbewusst zu verschlucken.
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Sa. 17. Juni 2017

Thema der Woche: Insektenstiche vermeiden

Im Moment ist in den Freibädern wieder viel los. Vor allem Kinder finden hier ihr Paradies zum Planschen. Um das Baden im Freien ohne Gefahr genießen zu können, dürfen Sonnenschutz und entsprechende Schwimmhilfen für die Kleinen nicht fehlen. Doch auch gegen Insektenstiche können Besucher Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Frau Prof. Dr. med. Regina Treudler, Dermatologin und Leiterin des Interdisziplinären Allergiezentrums LICA am Universitätsklinikum Leipzig, gibt zehn Tipps für den sicheren Umgang mit Bienen und Wespen.

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1. Ruhe bewahren

Viele Menschen reagieren panisch, wenn sie von einer Wespe umschwirrt werden. Doch das ist genau falsch, denn hektische Bewegungen oder Anpusten machen die Insekten aggressiv. Bewahren Sie deshalb Ruhe und bewegen Sie sich langsam.

2. Helle Kleidung tragen

Zugegeben: Im Freibad möchten sich viele Menschen auch sonnen. Doch wer auf Nummer sicher geht, zieht sich nach der Abkühlung klassische Sommerkleidung über: hell, leicht und eher eng anliegend. Bunte Farben ziehen die Insekten nämlich an; in weiten Kleidern verfangen sie sich leicht. Nebenbei sind Textilien ein guter Schutz gegen gefährliche UV-Strahlen.

3. Insekten mögen intensive Düfte

Benutzen Sie keine Sonnencreme mit intensivem Parfüm oder anderen Duftstoffen. Gleiches gilt für Deodorants und Haarspray. Der Grund: Insekten werden von intensiven Düften angezogen.

4. Auch im Freibad Schuhe mit fester Sohle tragen

Im Freibad läuft man gern barfuß über die Wiese bis zum Schwimmbecken. Besser ist es jedoch, Schuhe mit einer fest anliegenden Sohle zu tragen, da sich Bienen häufig in Bodennähe aufhalten, um Nektar zu sammeln. Wer aus Versehen auf eine Biene tritt, wird häufig auch gestochen, da sie sticht, um sich zu verteidigen.

5. Trinken Sie mit einem Strohhalm

Wespen lieben zuckerhaltige Getränke und setzen sich gern in Trinkgläser oder an unverschlossene Flaschen. Versehentlich eine Wespe zu verschlucken, kann sehr gefährlich werden – ein Stich in den Mund oder in den Hals sogar lebensbedrohlich. Deshalb unbedingt beachten: Trinkgefäße stets verschlossen halten und mit einem Strohhalm trinken.

6. Nahrungsmittel stets abdecken

Ob kleiner Snack oder großes Picknick: Decken Sie Speisen ab und schauen Sie immer genau hin, was Sie essen.

7. Meiden Sie Mülleimer

Wespen halten sich gerne in der Nähe von Mülleimern auf, da sie dort Nahrung im Überfluss finden. Gehen Sie auf Distanz zu Mülleimern im Freibad und meiden Sie öffentliche Mülltonnen. Ihren unterwegs anfallenden Abfall entsorgen Sie besser zu Hause.

8. Halten Sie Ihr Handy und Ihre Notfallmedikation griffbereit

Treten im Fall eines Insektenstichs auffällige körperliche Reaktionen wie Kurzatmigkeit, Hautausschlag oder Übelkeit auf, sollte umgehend der Notarzt gerufen werden. Es empfiehlt sich daher, das Handy mit sich zu führen. Allergiker sollten ihre Notfallmedikation stets dabei haben.

9. Bei Insektengiftallergie: Klären Sie Ihre Freunde und Bekannten auf

Menschen, die bereits von einer Insektengiftallergie wissen, sollten Ihr Umfeld über die Allergie und notwendige Hilfsmaßnahmen aufklären. So wissen diese, was im Notfall zu tun ist.

10. Lassen Sie sich als Allergiker desensibilisieren

Eine Allergie-Impfung mit Insektengift bietet Allergikern wirkungsvollen Schutz vor einem potenziell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Die sogenannte spezifische Immuntherapie (SIT) wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausdrücklich empfohlen.

Initiative Insektengiftallergie/NK

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