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Frauen, die bereits eine Zahnfleischerkrankung hatten, haben ein erhöhtes Krebsrisiko.

Mit guter Mundhygiene und regelmäßigen Zahnarztbesuchen beugen Sie einer Zahnfleischerkrankungen vor.
© rocketclips - fotolia.com

Di. 01. August 2017

Parodontitis erhöht das Krebsrisiko von Frauen

Entzündliche Erkrankungen von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat stehen offenbar mit einem erhöhten Krebsrisiko bei älteren Frauen in Zusammenhang. Das gilt insbesondere für Krebserkrankungen der Speiseröhre und der Gallenblase. Dies berichten Forscher der University at Buffalo, USA, im Fachblatt Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

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Frauen nach der Menopause, die im Laufe ihres Lebens schon einmal eine Zahnfleischerkrankung wie Parodontitis oder Gingivitis gehabt hatten, haben offenbar auch ein erhöhtes Risiko für Krebs. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher nach der Datenanalyse von über 65.000 Frauen. Gaben Frauen an, dass ihr Zahnarzt bei ihnen schon einmal eine Zahnfleischerkrankung diagnostiziert hatte, lag ihr allgemeines Krebsrisiko um 14 Prozent höher. Am größten war im Zusammenhang mit Zahnfleischerkrankungen das Risiko für Speiseröhrenkrebs. Die Speiseröhre liegt in dichter Nähe zur Mundhöhle und Krankheitserreger vom Zahnfleisch könnten auf diese Weise leicht zur Schleimhaut der Speiseröhre gelangen, diese infizieren und so das Krebsrisiko erhöhen, vermuten die Forscher. Auch das Risiko für eine Krebserkrankung der Gallenblase war bei Frauen mit früheren Zahnfleisch-Problemen höher. Chronische Entzündungen seien schon mit Gallenblasenkrebs in Verbindung gebracht worden, doch habe es in dieser Hinsicht bislang keine Daten zu Entzündungen von Zahnfleisch oder Zahnhalteapparat gegeben.

Ihre Ergebnisse seien wichtig, sagt Erstautorin Ngozi Nwizu, denn gerade Speiseröhrenkrebs gehöre zu den gefährlichsten Krebsarten und seine Entstehung sei noch nicht abschließend geklärt. Es habe sich gezeigt, dass bestimmte Bakterien in der Mundhöhle selbst in geringen Mengen Entzündungen fördern können. Sollte sich der gefundene Zusammenhang in weiteren Studien bestätigen, könnte dies helfen, präventive Maßnahmen gegen Speiseröhren- und Gallenblasenkrebs zu finden, so die Hoffnung der Forscher.

HH

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