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Die bei Patienten verbreitete Angst, dass Sport Asthma-Symptome auslöst, ist meist unbegründet.

Die bei Patienten verbreitete Angst, dass Sport Asthma-Symptome auslöst, ist meist unbegründet.
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Mo. 18. September 2017

Asthma: Sport und gesunde Ernährung lindern Symptome

Auch Asthmatiker ohne starkes Übergewicht können über die Ernährung und Sport ihre Symptome verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus Dänemark, die Forscher auf dem European Respiratory Society International Congress 2017 in Mailand vorstellten.

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Viele Asthma-Patienten haben die Befürchtung, dass durch Sport Asthma-Symptome ausgelöst werden könnten. Die neue Studie deutet nun jedoch darauf hin, dass gut geplante Trainingsprogramme in Kombination mit einer gesunden Ernährung Betroffenen vielmehr dabei helfen könnte, ihre Asthma-Symptome, zu denen unter anderem Atemnot, Schmerzen in der Brust und Kurzatmigkeit zählen, besser zu kontrollieren. Wie die Forscher berichten, war das in ihrer Studie angewandte Training für Asthma-Patienten sicher. Teilnehmer, die sich gleichzeitig auch noch gesund ernährten, stuften ihre Symptome um 50 Prozent besser ein als eine Kontrollgruppe, so die Forscher. Darüber hinaus empfanden sie ihre Lebensqualität als besser.

Es gebe immer mehr Hinweise darauf, dass übergewichtige Asthma-Patienten von einer gesunden Ernährung und mehr Bewegung profitieren könnten, stellte Dr. Louise Lindhardt Toennesen vom Bispebjerg Hospital in Kopenhagen fest. "Wir wollten sehen, ob auch normalgewichtige Patienten mit Asthma einen Vorteil davon haben", so die Wissenschaftlerin. Dazu hatten die Forscher 149 Asthma-Patienten zufällig auf eine von vier Gruppen verteilt. Eine Gruppe hatte die Anweisung, über die Studiendauer von acht Wochen eine eiweißreiche Ernährung mit einem niedrigen glykämischen Index, sowie sechs Portionen Obst und Gemüse am Tag einzuhalten. Eine weitere nahm dreimal pro Woche an Sportstunden im Krankenhaus teil, bei denen Trainingselemente mit hoher Intensität zur Steigerung der Herzfrequenz, mit leichteren Elementen abwechselten. Bei einer dritten Gruppe waren Ernährung und Sport kombiniert, eine Kontrollgruppe folgte keinem von beidem.

HH

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