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Neurodermitis tritt häufig im Kindesalter auf.

Neurodermitis ist eine häufige Hauterkrankung bei Kindern.
© kwanchaichaiudom - Fotolia.com

Do. 23. November 2017

Neurodermitis hat viele Gesichter

Ein atopisches Ekzem, auch bekannt als Neurodermitis, kann sich auf sehr unterschiedliche Art äußern. Wissenschaftlern aus Großbritannien und den Niederlanden ist es nun gelungen, fünf verschiedene Untergruppen zu identifizieren.

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Die Wissenschaftler hatten 13.500 Kinder aus Großbritannien und den Niederlanden von der Geburt bis zum Alter von 11 oder 16 Jahren verfolgt. Etwa 40 Prozent der Kinder entwickelte im Laufe der Beobachtungszeit ein atopisches Ekzem. Durch statistische Analysen gelang es den Forschern, fünf verschiedene Untergruppen zu unterscheiden:

  • die Hauterkrankung beginnt im Säuglingsalter und geht nicht mehr weg
  • die Hauterkrankung beginnt im Säuglingsalter und hält die ganze Kindheit an
  • die Hauterkrankung beginnt im Säuglingsalter und geht in der frühen Kindheit wieder weg
  • die Hauterkrankung beginnt in der mittleren Kindheit mit etwa sechs Jahren und geht in der späteren Kindheit wieder weg
  • die Hauterkrankung beginnt in der späten Kindheit, im frühen Teenie-Alter ab etwa elf Jahren und geht später wieder weg

Die größte Gruppe, zu der etwa ein Drittel der Kinder mit Neurodermitis gehörte, erkrankte kurz nach der Geburt an der Hautkrankheit und wuchs meist bis zum Alter von fünf Jahren aus der Krankheit heraus. Dies berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Journal of Allergy and Clinical Immunology. Bei einem von acht Kindern mit Neurodermitis, das in einer Gruppe war, bei der die Krankheit nicht wieder wegging, konnte diese jedoch auch bis ins Erwachsenenalter anhalten. Diese Kinder hatten auch mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Verwandten mit atopischem Ekzem und litten eher unter weiteren Krankheiten wie Asthma oder Allergien.

Die Studie habe belegt, dass Neurodermitis eine vielgestaltige Krankheit mit unterschiedlichen Verläufen sei, sagt Professor Sara Brown von der University of Dundee. Es sei wichtig, in weiteren Studien herauszufinden, welche Untergruppen auf welche Behandlung ansprächen. Nur so ließe sich sicherstellen, dass die richtigen Kinder die richtige Therapie erhielten, so Brown.

HH

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