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Eine passende Skibrille senkt das Risiko für Unfälle beim Skifahren.

Unfälle beim Wintersport lassen sich durch eine passende Skibrille vermeiden.
© ASiS

Mo. 08. Januar 2018

Sehfehler sind die Ursache für jeden zweiten Skiunfall

Auf die Piste, fertig, los: Rund 14,6 Millionen Deutsche steigen jährlich im Winter auf Ski und Snowboard. Das Vergnügen im Schnee endet für manch einen jedoch im Krankenhaus. Schuld daran ist häufig eine falsche Sportbrille, warnen Experten des Kuratoriums Gutes Sehen (KGS) in Berlin.

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Allein im vergangenen Winter mussten nach Angaben der Stiftung Sicherheit im Skisport etwa 43.000 Skisportler nach einem Unfall ärztlich versorgt werden. Fast jeder Zweite verunglückte aufgrund von Seh- und Wahrnehmungsfehlern. "Im Sport müssen die Augen ohnehin Höchstleistungen vollbringen, auf Eis und Schnee gehen sie an ihre Grenzen", sagt Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Die Anforderungen an das Sehvermögen sind immens: reflektierender Schnee, kontrastarme Sicht, beschlagene Scheiben, Schneefall. Das alles auf vereisten Pisten, mit Highspeed und oft verminderter Sehschärfe. Daher sollten Wintersportler beim Kauf einer Wintersportbrille folgende Tipps beachten:

  • Fassungen: bruchsicher, rutschfest, komfortabel
    Damit bei einer Kollision nichts ins Auge geht, gibt es Sportbrillen aus bruchsicherem, flexiblem Kunststoff wie Polyamid. Anschmiegsame Rahmen und noppenartige Grip-Systeme sichern den rutschfesten Sitz. Liegt die Sportbrille allerdings zu fest an, fehlt die Luftzirkulation, die Scheiben beschlagen. Für Komfort sorgen Schaumstoffauflagen und eine zusätzliche Fleece-Schicht. Auf Sportbrillen spezialisierte Augenoptiker passen Nasenstege, Bügel und Kopfband an. Zum Kauf deshalb unbedingt den Helm mitnehmen.
  • Gläser – gebogen, hochwertig, getönt
    Die großen, gebogenen Scheiben aus bruchsicherem Polycarbonat und bestenfalls mit 160-Grad-Weitwinkel-Blick müssen vor allem eins: vor UV-Strahlung schützen. Käufer achten auf das EU-Qualitätssiegel CE und eine UV-400-Kennzeichnung auf der Bügelinnenseite. Zur Wahl stehen getönte und farbige Gläser. Beide schärfen die Kontraste und schützen vor störender Blendung. Für Gletschertouren ist Tönungsstufe 4 empfehlenswert, auf Abfahrten die Kategorie 3. Auf der Farbenskala hilft Gelb bei trübem Wetter sowie Orange und Rot zur Kontraststeigerung. Braun setzt die Farben ins reale Licht. Gegen beschlagene Gläser helfen Antifog-Beschichtung, Doppelverglasung und gute Belüftungssysteme.
  • Sehkorrektionen – einfach, aufwendig, variabel
    Ganz simpel ist die Kombination aus Kontaktlinsen und Skibrille. Maßarbeit erfordert hingegen die Direktverglasung der Sportbrille mit Sehstärke. Aufgrund ihres großen Sichtbereiches und des Komforts sind sie den Clip-in-Systemen, bei denen Gläser mit Sehstärke innen an die Fassung geklickt werden – weit überlegen.

KGS/NK

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