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US-Forscher geben Entwarnung für Freizeit- und Sportradler, was das Impotenzrisiko angeht.

US-Forscher geben Entwarnung für Freizeit- und Sportradler, was das Impotenzrisiko angeht.
© bernardbodo - Fotolia.com

Di. 16. Januar 2018

Radfahren schadet der Manneskraft nicht

Viele Menschen schwingen sich für den Weg zur Arbeit oder in ihrer Freizeit gern aufs Rad. Doch plagt manchen die Sorge, ob Radfahren nicht doch impotent machen könnte. Eine neue Studie gibt hier Entwarnung: Ihr zufolge führt Radfahren bei Männern weder zu sexuellen Problemen noch zu Problemen des Harntrakts.

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Die Harnwegsgesundheit und die sexuelle Funktion von Radfahrern waren mit der von Schwimmern und Läufern vergleichbar, obwohl manche Radfahrer anfälliger für Harnwegsverengungen zu sein schienen. Das berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Urology Health. Radfahrer, die ihrem Sport besonders intensiv nachgingen, bewerteten ihre erektile Funktion interessanterweise jedoch sogar besser als Radfahrer, die weniger häufig aufs Rad stiegen. Wie die Forscher weiter berichten, schienen weder die Art der Fahrräder noch die Straßencharakteristiken einen negativen Einfluss auf die Radfahrer zu haben. Über 20 Prozent der Zeit im Stehen zu fahren, reduzierte dagegen deutlich das Auftreten von Taubheitsgefühlen im Genitalbereich. War die Lenkerhöhe niedriger als die Sattelhöhe, erhöhte dies dagegen die Wahrscheinlichkeit, dass ein taubes Gefühl im Genitalbereich auftrat oder es zu wunden Stellen aufgrund des Sattels kam.

Anders als es aus manch vorheriger Studie hervorgeht, scheinen weder leichtes Radfahren in der Freizeit noch intensives Radfahren einen negativen Einfluss auf sexuelle und Harnwegsfunktionen von Männern zu haben, resümieren die Forscher. "Wir glauben, dass unsere Ergebnisse für Radliebhaber ermutigend sein werden", sagt der Urologe Dr. Benjamin Breyer von der University of California in San Francisco. Radfahren sei sehr gut für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und belaste die Gelenke nur wenig. "Wir glauben, dass die Gesundheitsvorteile bei weitem die Nachteile überwiegen", sagt Breyer. Die Forscher hatten für ihre Arbeit über 2.774 Radfahrer, 539 Schwimmer und 789 Läufer befragt.

HH

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