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Zu Karneval sollten die Ohren geschützt werden.

Zu Karneval geht es vielerorts lauter zu, als so manchem Jecken lieb ist.
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Sa. 10. Februar 2018

Thema der Woche: Ohren schützen an Karneval

In den Karnevals-, Faschings- und Fastnachts-Hochburgen entlang des Rheins und Mains heißt es an diesem Wochenende und in den nächsten Tagen wieder "Helau" und "Alaaf". Während die Karnevalsmuffel vor dem Lärm flüchten, gibt es für die bunt kostümierten Narren ordentlich was auf die Ohren. Zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag gehören Trillerpfeifen, Spielzeugpistolen und Tröten zur Grundausstattung der Jecken beim Umzug. Wie laut und potenziell schädlich die Accessoires tatsächlich sind, wird häufig unterschätzt.

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Ob Hupe, Pfeife, Tröte, Trommel oder laute Musik: Was in der fünften Jahreszeit Spaß macht, ist für die Ohren eine echte Herausforderung. So erreichen Spielzeugpistolen einen Schallpegel von rund 142 Dezibel, Konfettipistolen rund 141 Dezibel und selbst ein platzender Luftballon direkt neben dem Ohr kann mit rund 134 Dezibel bereits ein Knalltrauma verursachen. Die Folge kann ein Hörverlust sein, warnt die Bundesinnung der Hörakustiker (biha). Der durch den Knall erzeugte Druck kann die feinen Flimmerhärchen im Innenohr unabhängig vom Alter irreparabel schädigen. Denn das Gehör kann sich auf schnell auftretenden Impulslärm im Bereich über 130 Dezibel nicht sofort einstellen. Das Tückische daran: Der Lärm, der das Gehör schädigt, wird oft nicht als gefährlich wahrgenommen.

Knalltrauma schon durch platzenden Luftballon

"Ein watteartiges, dumpfes Gefühl, ein Rauschen, Piepen oder Dröhnen können erste Zeichen für Knalltrauma, Hörsturz oder Tinnitus sein", sagt biha-Präsidentin Marianne Frickel. Da alle drei eine Schwerhörigkeit nach sich ziehen können, rät sie allen Narren, mit Gehörschutzstöpseln oder Gehörschutz-Otoplastiken vorzubeugen. Mit ausreichend Abstand zu besonders lauten Lärmquellen und geschützten Ohren bleiben Spaß und Begeisterung ungetrübt.

Gehörschutz aus der Apotheke oder vom Hörakustiker

Einfache Ohrstöpsel, die das Gehör schützen, gibt es zum Beispiel in der Apotheke. Hörakustiker verkaufen zudem individuell angepassten Gehörschutz, der ebenfalls vor Hörschäden wie Tinnitus oder Knalltrauma während des Karnevals schützt. Mit einem Filtergehörschutz ist die Musik immer noch gut zu hören und eine Unterhaltung möglich, obwohl die Ohren ansonsten vor Lärm geschützt sind. Und: Wer sich nach dem Feiern ausruhen und schlafen möchte, kann mit dem Gehörschutz den Straßenlärm ausschließen und seinen Ohren eine Ruhepause gönnen.

Auch Kinderohren brauchen Schutz

"Wer mit Kindern dem närrischen Treiben nachgeht, sollte darauf Acht geben, dass sie nicht unbeaufsichtigt mit lauten Faschingsartikeln wie Spielzeugpistolen oder Knallteufeln hantieren, denn Kinder können die Lautstärke und die damit einhergehende Gefahr für das Gehör noch nicht richtig einschätzen", warnt Frickel. Für die Kids sei zum Beispiel ein Kapselgehörschutz, so genannte Micky Maus-Ohren, die man mühelos auf- und absetzen kann, gut geeignet.

biha/NK

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