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Intimpflege-Produkte könnten mehr schaden als nutzen.

Eine neue Studie zeigt: Intimpflege-Produkte könnten mehr schaden als nutzen.
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Mi. 18. April 2018

Intimpflege-Produkte schuld an Infektionen?

Produkte für die weibliche Intimpflege versprechen ein sauberes Gefühl, Frische oder Hilfe bei Juckreiz und trockener Haut. Kanadische Forscher fanden jetzt allerdings eine Verbindung zwischen der Verwendung von Cremes, Gleitmitteln oder Feuchttüchern für den Intimbereich und Infektionen.

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Bei Frauen, die beispielsweise desinfizierende Waschgels benutzten, war die Wahrscheinlichkeit für eine Hefepilz-Infektion 8-mal höher und für eine bakterielle Infektion sogar fast 20-mal höher als bei Frauen, die diese nicht benutzten. Dies berichten Wissenschaftler um Kieran O'Doherty, Psychologie-Professor an der University of Guelph, Kanada, in der Fachzeitschrift BMC Womens’s Health. Wurden Waschlotionen oder -gels speziell für den Intimbereich verwendet, war die Wahrscheinlichkeit für eine bakterielle Infektion immerhin noch 3,5-mal höher und für einen Harnwegsinfekt 2,5-mal. Frauen, die Feuchttücher verwendeten, hatten doppelt so häufig einen Harnwegsinfekt und jene, die Gleitmittel oder Feuchtigkeitscremes benutzten, hatten eine 2,5-mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine Hefepilz-Infektion.

Anhand ihrer Studie lasse sich nicht feststellen, ob diese Pflegeprodukte tatsächlich die Infektionen verursachten oder ob Frauen vielleicht solche Produkte benutzten, um bestehenden Infektionen entgegenzuwirken, so die Forscher. Sie liefere jedoch einen deutlichen Hinweis, dass zwischen beidem ein Zusammenhang bestehe, der weiter untersucht werden müsse. Es gebe immer mehr Hinweise aus der medizinischen Forschung, die eine Störung der Vaginalflora mit Gesundheitsproblemen in Verbindung brächten, so O'Doherty. Es sei denkbar, dass Hygieneprodukte für den Intimbereich das Wachstum gesunder Bakterien verhinderten, die zur Abwehr von Infektionen notwendig seien.

HH

Quelle: DOI: 10.1186/s12905-018-0543-y

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