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Bei sonnigem Wetter nie ohne Hut. Das ist eine Grundregel beim Schutz vor Hautkrebs.

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© auremar - Fotolia

Di. 08. Mai 2018

ASS könnte Hautkrebsrisiko bei Männern verdoppeln

Viele Menschen nehmen regelmäßig Acetylsalicylsäure (ASS) in niedriger Dosierung ein, um so das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken. Bei bestimmten Krebsarten soll dies sogar eine schützende Wirkung haben. Doch offenbar nicht im Hinblick auf Hautkrebs. Laut einer Studie, könnte die regelmäßige Einnahme des Gerinnungshemmers das Hautkrebs-Risiko bei Männern erhöhen.

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Der Studie zufolge erhöhte sich das Risiko für schwarzen Hautkrebs bei Männern, die einmal pro Tag Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen, um fast das Doppelte. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois. Ihr relatives Risiko für eine Krebsdiagnose lag 1,83-mal höher als bei Männern, die kein ASS einnahmen. Für Frauen gilt dies dagegen nicht, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology berichten.

Das bedeute aber nicht, dass Männer, die ASS zur Vorbeugung eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls einnehmen, ihre Therapie stoppen sollten, betont Dr. Beatrice Nardone von der medizinischen Fakultät der Universität in Chicago. Wichtig sei vielmehr, Patienten über die Gefahren von zu viel UV-Strahlung und den richtigen Sonnenschutz aufzuklären. Außerdem sollten sie Solarien meiden und ihre Haut regelmäßig vom Hautarzt kontrollieren lassen.

Die Ergebnisse überraschten die Forscher, da andere Studien darauf hindeuten, dass ASS das Risiko für Magen-, Darm-, Prostata- oder Brustkrebs senken könnte. Frühere Arbeiten hatten bei schwarzem Hautkrebs zudem ein erhöhtes Risiko für Frauen und ein geringeres für Männer gefunden. Nardone vermutet, dass verschiedene Untersuchungsmethoden für den Unterschied verantwortlich sind. Über den Grund für den von ihnen gefundenen Zusammenhang können die Forscher nur spekulieren. Eine denkbare Erklärung sei, dass Männer weniger schützende Enzyme wie Superoxid-Dismutase oder Katalase besitzen als Frauen und deshalb bei ihnen mehr oxidative Zellschäden auftreten.

Um den Zusammenhang zwischen der täglichen Einnahme von ASS und dem Hautkrebs-Risiko zu untersuchen, hatten die Wissenschaftler fast 200.000 Personen, bei denen vor Studienbeginn noch kein malignes Melanom festgestellt worden war, über fünf Jahre verfolgt. Von diesen nahmen 1.187 täglich ASS ein.

HH

Quelle: DOI 10.1016/j.jaad.2018.03.031

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