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Für die Gesundheit lohnt es sich, das Auto häufiger stehen zu lassen.

Für die Gesundheit lohnt es sich, öfter mal auf das Fahrrad umzusteigen.
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Mi. 23. Mai 2018

Gesund zur Arbeit: Auto-Verzicht zahlt sich aus

Um von A nach B zu kommen, ist das Auto oft die bequemste Wahl. Wer stattdessen zu Fuß geht oder sich aufs Fahrrad schwingt, tut damit jedoch seiner Herzgesundheit etwas Gutes. Dies untermauert eine aktuelle Studie aus Großbritannien.

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Menschen, die ihren Weg zur Arbeit aktiv gestalten, indem sie laufen oder Rad fahren, könnten der Studie zufolge ihr Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle um elf Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommt ein britisches Wissenschaftsteam, das Daten von fast 360.000 Teilnehmern der UK Biobank ausgewertet hatte. Die Gefahr, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, lag bei aktiven Pendlern sogar um 30 Prozent niedriger, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Heart. Noch besser war es, nicht nur für den Arbeitsweg auf das Auto zu verzichten, sondern auch für andere Wege das Fahrrad zu wählen oder zu Fuß zu gehen.

Schon einfaches Gehen oder Radfahren können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, schreiben die Wissenschaftler. Trotz der bekannten Vorteile mögen es viele Menschen eher bequem. Die Tatsache, dass immer mehr Menschen viel Zeit im Sitzen verbringen, gebe Anlass zur Sorge, so die Forscher. Mehr Aktivität bei der Fortbewegung, sei es beim Pendeln zur Arbeit oder bei anderen Wegen, könnte eine vergleichsweise einfache Möglichkeit darstellen, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

Die Wissenschaftler geben jedoch zu bedenken, dass es sich bei ihrer Arbeit um eine Beobachtungsstudie gehandelt habe, die keinen Rückschluss auf Ursache und Wirkung zulasse, wobei die Datenmenge sehr groß gewesen sei. Die Autoren hatten zudem andere Faktoren, die sich auf die Herzgesundheit auswirken können, wie andere Aktivitäten, den Obst- und Gemüse-Verzehr und den sozioökonomischen Status, berücksichtigt. Außerdem hatten sie Teilnehmer ausgeschlossen, die innerhalb der ersten zwei Jahre erkrankten oder starben, um so den Einfluss einer bestehenden Erkrankung auf die Wahl des Transportmittels zu minimieren.

HH

Quelle: DOI 10.1136/heartjnl-2018-313212

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