Sie sind in: Startseite Aktuelles Ihr Apotheker informiert Zitrone und Ingwer für das Immunsystem

Aktuelles

Bestimmte Geschmacksstoffe stimulieren das Immunsystem.

Zitronensäure ist offenbar dazu in der Lage, die Abwehrkräfte im menschlichen Speichel zu fördern.
© Rafael Ben-Ari - Fotolia.com

Mi. 20. Juni 2018

Geschmacksstoffe bringen Immunsystem auf Zack

Zitronensäure und scharf-schmeckende Stoffe aus Ingwer verleihen nicht nur Speisen und Getränken eine besondere Geschmacksnote. Beide Stoffe stimulieren auch die Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Technischen Universität München (TUM), die den Einfluss von Geschmacksstoffen auf den Speichel untersucht hatten.

Anzeige

  • Zitronensäure (sauer),
  • Aspartam (süß),
  • Iso-alpha-Säuren (bitter),
  • geschmacksverstärkes Natriumglutamat (umami),
  • Kochsalz (salzig),
  • 6-Gingerol (scharf),
  • und die im Szechuanpfeffer enthaltenen Substanzen Hydroxy-alpha-Sanshool (kribbelnd) und Hydroxy-beta-Sanshool (betäubend).

Wie sich zeigte, veränderten alle Substanzen die Proteinzusammensetzung in mehr oder weniger großem Umfang, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Agricultural and Food Chemistry. Darüber konnten die Forscher nachweisen, dass Veränderungen, die durch Zitronensäure und 6-Gingerol ausgelöst wurden, das molekulare Abwehrsystem des Speichels aktivierten. So verdreifachte sich durch 6-Gingerol die Menge des antimikrobiell und fungizid wirkenden Hypothiocyanats im Speichel. Veränderungen, die durch Zitronensäure ausgelöst wurden, bewirkten, dass der Lysozym-Spiegel im Speichel anstieg. Diese Erhöhung reichte aus, um das Wachstum von Gram-positiven Bakterien in Kulturen fast komplett zu unterbinden. Lysozym wirkt gegen diese Art der Bakterien, indem es deren Zellwand zerstört.

Der Speichel stellt die erste Bastion gegen von außen eindringende Krankheitserreger dar, weshalb er verschiedene antimikrobiell wirkende Stoffe enthält. "Unsere neuen Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen", sagt Studienleiter Professor Thomas Hofmann, Leiter des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM.

TUM/HH

Quelle: DOI 10.1021/acs.jafc.8b02092

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Jobangebot

Die aponet-Redaktion sucht einen Medizinjournalisten (m/w) als freien Mitarbeiter.

Erfahren Sie mehr in unserer Stellenanzeige.

Anzeige

Das A und O: Die konsequente Hautpflege!

Unbehandelt schreiten Begleiterscheinungen der Rosacea schnell voran. Dies kann Symptome wie entzündliche Papeln und Pusteln mit sich bringen. Das Gesicht, besonders die Stirn, Nase und Wangen, sind davon sichtbar betroffen.
Mehr erfahren

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Empfindliche Haut

Frau mit Hut im GrünenIm neuen Themenspecial "Empfindliche Haut"
lesen Sie auf aponet.de viel Wissenswertes rund um die richtige Hautpflege bei Neurodermitis und Rosazea.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen