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Sonnencreme wird häufig nicht dick genug aufgetragen.

Kinderhaut ist sehr empfindlich und benötigt besonderen Schutz vor der Sonne.
© Model colourbox.de/Monkey Business Images

Mi. 25. Juli 2018

Sonnencreme: Zu dünnes Eincremen senkt UV-Schutz

Der Sommer meint es in diesem Jahr sehr gut mit uns: Seit Wochen ist es in vielen Teilen Deutschlands ungewöhnlich heiß. Wer sich draußen aufhält, benötigt unbedingt Sonnenschutz. Doch wie viel ist ausreichend? Wissenschaftler des King's College London haben herausgefunden, dass viele Menschen Sonnencreme falsch nutzen und dadurch weniger als die Hälfte des Schutzes erhalten, den sie vermuten.

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Es sei bekannt, dass Menschen nicht den vollen UV-Schutz von Sonnenschutzmitteln erhalten, weil sie diese dünner auftragen, als die Hersteller es zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors (LSF) tun. Dies bestätigte sich in einem Experiment, in dem Wissenschaftler UV-Schäden der Haut bewerteten. Die Ergebnisse zeigten, dass Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von 50 bei allgemein üblicher Anwendung bestenfalls 40 Prozent des zu erwartenden Schutzes bieten würden.

In einem weiteren Teil der Studie variierten die Wissenschaftler sowohl die Häufigkeit der UV-Strahlung als auch die aufgetragene Menge an Sonnencreme. Bei Biopsien von Hautstellen die mehrere Tage hintereinander UV-Strahlung ausgesetzt gewesen waren, fanden die Forscher erhebliche DNA-Schäden an Stellen, die keinen UV-Schutz erhalten hatten. Dies galt selbst dann, wenn die Strahlungsdosis sehr niedrig war. Die Schäden verringerten sich etwas, wenn wenig Sonnencreme aufgetragen wurde und deutlicher, wenn viel aufgetragen wurde, selbst bei stärkerer Strahlung.

Es sei keine Frage, dass Sonnencreme einen wichtigen Schutz vor schädlicher UV-Strahlung biete, sagt Professor Antony Young. Ihre Studie belege, dass die Art und Weise, wie Sonnenschutzmittel angewandt werden, eine wichtige Rolle für die Wirksamkeit spielt. Gehe man davon aus, dass die meisten Menschen Sonnencreme nicht so anwenden, wie sie von Herstellern getestet wurden, sei es besser, einen höheren Lichtschutzfaktor zu verwenden, als eigentlich notwendig wäre, so ihr Fazit. Außerdem sollte man nicht allein auf Sonnencreme zum Schutz vor der schädlichen UV-Strahlung vertrauen, sondern auch auf entsprechende Kleidung und Schatten.

HH

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