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Die Ernährung beeinflusst das Hautbild nur unmerklich.

Wirken sich Lebensmittel auf das Hautbild aus? Eine Dermatologin klärt auf.
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Mo. 30. Juli 2018

Schöne Haut: Welche Rolle spielt Ernährung?

Im Internet, auf Blogs und in sozialen Medien wimmelt es von Tipps, wie sich mit der Ernährung die Haut verbessern lässt. Eine Haut-Expertin aus den USA warnt jedoch davor, solchen Tipps blind zu vertrauen. Die Rolle der Ernährung werde oft überschätzt und eine einzige Erfolgsgeschichte belege noch nicht, dass etwas wirklich funktioniere.

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Informationen aus dem Internet, von Blogs oder sozialen Medien seien mit Vorsicht zu bewerten, warnt Dr. Rajani Katta von der University of Texas in Houston. So würden viele Webseiten von Firmen gesponsert, deren Ziel es sei, ihre Produkte zu verkaufen. Bei Personen, die in Blogs oder sozialen Medien darüber berichten, wie sie über die Ernährung ihr Hautbild verbessern konnten, sei zu bedenken, dass viele andere Faktoren die positiven Veränderung ebenfalls verursacht haben könnten. Und was bei einem helfe, müsse längst nicht bei allen funktionieren.

Eines der größten Missverständnisse, wenn es um Ernährung und Dermatologie gehe, sei die Überschätzung der Rolle von Nahrungsmittelallergien auf Hautprobleme. "Einige Nahrungsmittelallergien können sich zwar auf die Haut auswirken, doch spielen sie insgesamt eine begrenzte Rolle bei Hauterkrankungen", sagt Dr. Rajani Katta von der University of Texas in Houston. Speziell Gluten werde fälschlicherweise oft als Ursache von Hautentzündungen vermutet. Dies könnte Menschen mit Psoriasis oder Neurodermitis dazu bringen, Gluten aus ihrer Ernährung zu verbannen, um so den Hautzustand zu verbessern. So eine Veränderung würde aber nur für jene einen wirklichen Unterschied ausmachen, bei denen eine Gluten-Allergie oder eine Hypersensibilität diagnostiziert wurde, so Katta.

Überhaupt warnt die Dermatologin generell vor Ausschluss-Diäten. Diese könnten dazu führen, dass man wichtige Nährstoffe nicht bekomme oder zu viel von anderen Nahrungsmitteln esse, um das Weggelassene zu kompensieren. Auf der anderen Seite sollte auch die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vorsicht erfolgen. Damit solche Mittel helfen, müsste die richtige Person das richtige Mittel in der richtigen Dosierung zu sich nehmen. Hier sollte man sich den Rat eines Hautarztes einholen, rät Katta. Dieser könne auch bei Hautkrankheiten wie Rosacea oder Akne helfen und ermitteln, ob es Nahrungsmittel gibt, die den Hautzustand verschlimmern. Das Beste, was man für seine Haut tun könne, sei noch immer, sich gesund zu ernähren, sagt Katta. Von einer Ernährung mit Obst, Gemüse, Vollkorn und gesunden Fetten profitiere der ganze Körper - und somit die Haut.

HH

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