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Ein Apotheker erklärt, wie Babys ihre Medizin leichter nehmen.

Mit einer Spritze ohne Nadel lassen sich flüssige Arzneimittel am besten dosieren.
© obs/BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie/Shutterstock / Lifebrary

Fr. 24. August 2018

4 Tipps: So nehmen Babys ihre Medizin leichter

Auch wenn man mit Engelszungen auf sie einredet: Manchmal spucken Babys alles aus, was man ihnen gibt. Das ist beim Spinat weniger tragisch - im Fall von Medikamenten aber ein echtes Problem. Dr. Matthias Wilken, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), gibt Eltern vier praktische Tipps, um Babys ihre Medizin zu verabreichen.

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1. Flüssige Arzneimittel: Mit dem Sauger klappt's

Eine Spritze ohne Nadel eignet sich am besten zur Dosierung von flüssigen Arzneimitteln. Tee- oder Esslöffel seien zu ungenau. Damit die Kleinen die Arznei auch schlucken, gibt es einen Trick: Stecken Sie die Spritze in den Sauger eines Fläschchens. Durch dessen Form wird der Saugreflex ausgelöst und das Medikament runtergeschluckt.

2. Zäpfchen: Andersrum stimmt's

Zäpfchen sollten nach dem Stuhlgang verabreicht und, entgegen der Intuition, mit dem stumpfen Ende voran eingeführt werden, da sie sonst leicht wieder herausgleiten. Halten Sie das Zäpfchen kurz unter warmes Wasser, dann lässt es sich einfacher einführen. Cremes sind dafür tabu, denn sie beeinflussen die Aufnahme des Medikaments durch den Körper.

3. Cremes: Sparsam verwenden

Die Haut von Babys ist viel durchlässiger für Wirkstoffe als die Haut von Erwachsenen. Daher nur Präparate anwenden, die speziell für Säuglinge entwickelt wurden, und diese nur dünn auftragen. Das gilt auch für Cremes ohne Wirkstoff, wie beispielsweise Feuchtigkeitscreme.

4. Den Geschmack überdecken

Arzneimittel, die einen bitteren Geschmack haben, stoßen meist nicht auf Begeisterung. Daher kann man sie mit Brei, Apfelmus oder Jogurt vermischen und so den Geschmack überdecken. Achten Sie dabei jedoch auf die Packungsbeilage: Einige Medikamente dürfen nicht zusammen mit Milchprodukten verabreicht werden, einen solchen Hinweis finden Eltern in der Packungsbeilage des Medikaments. Wer unsicher ist, fragt am besten in der Apotheke nach. Wilken rät zudem, Medikamente nie zusammen mit Süßigkeiten zu verabreichen, da dies bei Kindern zu falschen Assoziationen führen könne - denn Medikamente sind keine Belohnung.

Unabhängig von diesen Tipps gibt Wilken folgenden Ratschlag: Versuchen Sie nie eigenmächtig, das richtige Medikament oder die richtige Dosierung für Ihr Kind zu finden. Ziehen Sie immer einen Arzt zurate.

BPI/NK

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