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Füße verändern sich mit dem Alter.

Der Ballenzeh, auch Hallux valgus genannt, ist die häufigste Fußfehlstellung, unter der vor allem Frauen oft leiden.
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Mo. 27. August 2018

Typische Fußprobleme im Alter

Im Laufe eines Lebens legen wir Tausende von Kilometern zu Fuß zurück. Dass die Füße das nicht unverändert wegstecken, liegt auf der Hand. Deshalb sollte man für seine Füße sorgen und Veränderungen bewusst wahrnehmen. Dr. Joan Williams erklärt, unter welchen Problemen Füße im fortgeschrittenen Altern leiden können.

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  • Das deutlichste Anzeichen, dass der Fuß altert, sind Veränderungen von Form und Größe. Sehnen und Bänder verlieren ihre Stärke und Spannung, was zu einer Absenkung des Fußgewölbes führen kann. Dadurch wird der Fuß flacher und länger. Als Folge kann die Schuhgröße um eine halbe Größe oder mehr zunehmen, was viele Menschen, besonders Frauen, häufig ignorieren.
  • Die Veränderung der Fußform kann auch zu einem Hallux valgus führen, einer Fehlstellung des großen Zehs, bei der sich ein knöcherner Vorsprung an der Seite des großen Zehs bildet und die starke Schmerzen verursachen kann. Oft bildet sich gleichzeitig auch ein Hammerzeh, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Zeh in der Mitte nach oben und am Ende nach unten tendiert. Meist ist davon der zweite Zeh betroffen.
  • Eine mit dem Alter einhergehende Verschleißerscheinung ist die Arthrose, die nach Jahren der Beanspruchung entstehen kann. Da es fast 33 Gelenke im Fuß gibt, entwickelt fast die Hälfte der älteren Menschen eine Arthrose, die jedoch nicht immer mit schmerzhaften Symptomen einhergehen muss. Darüber hinaus kann es zu Gicht kommen, einer Stoffwechselkrankheit, die mit einer starken Schwellung und Schmerzen des Großzehengelenks einhergeht.
  • Vor allem, wenn eine chronische Erkrankung vorliegt, können ältere Menschen Fußprobleme entwickeln. So leiden viele Diabetiker und diabetischer Neuropathie: Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die durch einen Gefühlsverlust an den Füßen gekennzeichnet ist. Wird die Haut des Fußes unbemerkt beschädigt, können sich Wunden leicht entzünden. Darüber hinaus können sich zum Beispiel auch Durchblutungsstörungen im Zusammenhang mit Herzerkrankungen auf die Füße auswirken.
  • Etwa ein Drittel aller Senioren sind zudem von Nagelpilzinfektionen betroffen und auch Hühneraugen, Hornhaut und Fußdeformitäten sind keine Seltenheit.

Was tun? Im Hinblick auf die Füße rät Williams, Probleme nicht kleinzureden oder Schmerzen zu ignorieren. Fußschmerzen seien nie normal. Wer darunter leide, solle eine Fußspezialisten aufsuchen, um das Problem diagnostizieren und behandeln zu lassen. In manchen Fällen könnten Schmerzmittel helfen. Ein abgesenktes Fußbett wiederum könne durch spezielle Einlagen unterstützt werden, die besonders dann hilfreich sein könnten, wenn man lange stehe oder an Aktivitäten teilnehme, durch die Extradruck auf die Füße ausgeübt werde. Ansonsten rät die Expertin, die Füße zu beobachten und auf Verletzungen, Taubheit oder Schwellungen zu achten. Dies alles könnten Symptome sein, die eine medizinische Behandlung erforderten. Ansonsten danken es die Füße, wenn man sie sauber und trocken hält und speziell bei längeren Strecken bequeme Schuhe trägt.

HH

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