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Eine Hautärztin gibt Tipps bei unreiner Haut.

Bei unangenehmen Pickeln kann eine Creme mit Benzoylperoxid helfen, die es rezeptfrei in der Apotheke gibt.
© kevin laminto on Unsplash

Mo. 17. September 2018

8 Do’s und Don’ts bei tiefsitzenden Pickeln

Pickel sind nie angenehm, doch besonders störend sind solche Exemplare, die tief in der Haut entstehen und zu einem schmerzhaften roten Berg heranschwellen. Eine Über-Nacht-Lösung gibt es hier zwar nicht, Betroffene müssen allerdings auch nicht tatenlos zusehen. Was bei großen, schmerzhaften Pickeln zu beachten ist, erklärt die US-amerikanische Dermatologin Meghan Feely.

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  • Waschen Sie Ihre Haut, bevor Sie sie etwas auftragen, um sie zu behandeln. Dafür eignet sich ein mildes, parfümfreies Reinigungsmittel.
  • Kälte kann helfen, Schwellungen und Schmerzen zu lindern. Dafür einen Eiswürfel in ein Papiertuch wickeln und ihn fünf bis zehn Minuten auf die betroffene Stelle halten, rät Feely. Dies könne nach einer Pause von jeweils zehn Minuten zweimal oder häufiger wiederholt werden. Eis oder andere Kühlmittel sollten allerdings nie direkt mit der Haut in Kontakt kommen.
  • Produkte, die zwei bis drei Prozent Benzoylperoxid (BPO) enthalten, können auf den Pickel aufgetragen werden. Dieser Wirkstoff helfe, Bakterien zu bekämpfen, die Akne verursachen. Achten Sie darauf, entsprechende Cremes, Salben oder Gele dünn aufzutragen, da zu viel davon die Haut reizen kann, so die Hautärztin. Zu Bedenken sei zudem, dass BPO Gewebe bleichen könne. Deshalb sollte es besser nicht mit Kleidung in Kontakt kommen, und es sei vorteilhaft, weiße Handtücher und Bettlaken zu verwenden.
  • Bildet sich ein eitriger Pickel, kann Feely zufolge eine warme Kompresse helfen. Dafür einen sauberen Waschlappen in heißes Wasser tauchen – nicht zu heiß, damit es keine Verbrennungen gibt – und für zehn bis 15 Minuten auf den Pickel legen, so ihr Rat. Dies sollte drei bis viermal täglich durchgeführt werden, bis der Pickel seinen Eiter freisetzt und heilt.
  • Nicht ratsam ist es, an einem Pickel herumzudrücken oder anderweitig an ihm herumzuexperimentieren. Dies kann die Akne sichtbarer machen und die Gefahr für Infektionen und Narbenbildung erhöhen.
  • Die Hautärztin rät zudem davon ab, Zahnpasta auf die Stelle aufzutragen. Zahnpasta enthalte viele Inhaltsstoffe, die die Poren verstopfen und zu Hautreizungen führen können.
  • Verwenden Sie keine selbstgemachten Mittel, die Sie online gefunden haben, warnt die Hautärztin. Im Internet kursierten eine Vielzahl von Ratschlägen, die "natürliche" Aknemittel propagierten. Doch nur weil etwas natürlich sei, sei es nicht automatisch auch gut für die Haut.
  • Im Notfall kann ein Hautarzt helfen, Pickel zu behandeln und weiteren Ausbrüchen vorzubeugen.

HH

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