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Ein Beißring hilft Babys beim Zahnen.

Ein gekühlter Beißring erleichtert Babys das Zahnen. Wichtig: Den Ring nicht ins Gefrierfach legen.
© Oksana Kuzmina - stock.adobe.com

Mo. 24. September 2018

Hilfe aus der Apotheke: Wenn das Baby zahnt

Der erste Baby-Zahn ist für Eltern und Baby oft eine Qual. Welche Tipps aus der Apotheke den Babys helfen können, die Zähne ohne große Beschwerden zu bekommen, erklärt der Landesapothekerverband Baden-Württemberg.

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Der erste Durchbruch eines Milchzahns passiert häufig rund um den sechsten Lebensmonat. Die anderen Zähne folgen danach, die Backenzähne ungefähr mit zwei Jahren. Babys zeigen ganz unterschiedliche Symptome, wenn die ersten Milchzähne kommen. Sie sabbern vermehrt, ihre Wangen sind rot und heiß, sie stecken die Hände oder andere Gegenstände in den Mund und beißen darauf herum. "Manche Kinder leiden unter Fieber und einem sehr roten, wunden Windelbereich, es kann zu Durchfällen oder auch zu Verstopfung kommen", sagt Christoph Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbandes (LAV) Baden-Württemberg. Da das Zahnen auch das Immunsystem schwäche, fallen Infekte oft mit dem Zahnen zusammen. Treten diese Beschwerden über eine längere Zeit auf, rät Gulde, mit dem Baby zum Kinderarzt zu gehen.

Um das Zahnen zu erleichtern, helfe dem Baby ein gekühlter Beißring, der sich leicht reinigen lasse. Wichtig sei, dass der Beißring nicht in das Gefrierfach gelegt wird. Dadurch würde er zu kalt und es bestehe die Gefahr von Erfrierungen am Zahnfleisch. Von harten Lebensmitteln und dem Beißen auf Veilchenwurzeln rät der Apotheker ab: "Dauerhaftes Kauen auf Lebensmitteln fördert Karies und Veilchenwurzeln können bakteriell verunreinigt sein. Hier eignen sich industriell hergestellte Beißringe viel besser." Gegen stärkere Beschwerden beim Zahnen helfen schmerzlindernde Gels zum Auftragen auf das Zahnfleisch. Sie können leicht betäubende oder auch pflanzliche Wirkstoffe wie Kamille und Nelkenöl enthalten. Bei starken Schmerzen könne man auch ein Schmerzzäpfchen für Kinder geben. Hier hilft die Apotheke vor Ort gern weiter.

Gleich mit dem ersten Zahn muss auch mit der Zahnpflege begonnen werden. Der Apotheker empfiehlt: "Ganz zu Beginn kann man den Zahn mit einem Tuch oder einem Wattestäbchen regelmäßig reinigen." Auch eine Fingerzahnbürste mit einer speziellen Zahncreme für Säuglinge sei hilfreich. Das habe dann den positiven Nebeneffekt, dass die sanfte Massage des Zahnfleisches den restlichen Zähnchen den Durchbruch erleichtern kann.

LAV Baden-Würrtemberg/NK

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