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Viele Menschen wissen nicht, wofür genau Urologen zuständig sind.

Vor allem Männer haben große Lücken, wenn es um Krankheiten und deren Warnzeichen geht.
© Igor Mojzes - Fotolia

Di. 25. September 2018

Viele wissen nicht, was Urologen machen

Die Harnorgane, aber auch die männlichen Geschlechtsorgane fallen in das Spezialgebiet der Urologen. Das ist eine Facharztrichtung, über die viele Menschen offenbar erstaunlich wenig wissen. Dies geht aus einer aktuellen Befragung europäischer Urologen hervor. Insbesondere scheint dies für Männer zu gelten.

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Ganze 40 Prozent der befragten Männer und Frauen konnten nicht sagen, was ein Urologe genau tut. Zehn Prozent sagten sogar, dass sie noch nie von einem Urologen gehört hätten und 15 Prozent glaubten, ein Urologe behandle Krankheiten des Skeletts, der Nerven oder des Herz-Kreislauf-Systems. Dies geht aus einer Befragung der European Association of Urology (EAU) von mehr als 2.500 Personen aus fünf europäischen Ländern hervor.

Insgesamt zeigte sich, dass Frauen mehr über Männerkrankheiten wussten als Männer. Das sei besorgniserregend, da viele Männer frühe Anzeichen urologischer Krankheiten, die potenziell lebensbedrohlich werden könnten, nicht ernst nehmen. So gaben dreiviertel der befragten Männer zu, nur wenig über die Symptome von Prostatakrebs zu wissen. Nur einer von vier befragten Männern und Frauen konnte die Lage der Prostata richtig identifizieren: Bedenklich sei zudem, dass über die Hälfte der Männer glaubte, Frauen besäßen ebenfalls eine Prostata.

Unwissend waren viele Männer auch im Hinblick auf Hodenkrebs, der häufigsten Krebserkrankung jüngerer Männer. Nur 18 Prozent der männlichen Befragten wusste, dass Männer zwischen 16 und 44 Jahren das höchste Risiko haben. 70 Prozent kannten zudem die Symptome von Hodenkrebs nicht, zu denen eine Schwellung oder ein Knoten in einem der Hoden oder ein dumpfer oder auch stechender Schmerz in Hoden oder Hodensack zählen.

Echte Tabuthemen seien Erektionsstörungen und Inkontinenz, berichten die Autoren. Es werde geschätzt, dass die Hälfte der Männer über 50 unter Erektionsstörungen leide. Trotzdem bleibe dieses Thema ein Tabu, was zu Missverständnissen und Unkenntnis führe. So sei 75 Prozent der befragten Männer und Frauen nicht klar gewesen, wie viele Männer in ihrem Land tatsächlich davon betroffen sind.

"Männer dazu zu bringen, ihre Gesundheit ernst zu nehmen, ist eine wichtige Herausforderung", sagt Professor Hein Van Poppel von der EAU. Frauen seien mehr damit vertraut, ihren Körper zu beobachten. Sie könnten Männer dazu ermutigen, es ihnen gleich zu tun und mehr über ihre Gesundheit zu sprechen.

HH

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