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Ein neues Medikament zur Migräne-Prophylaxe ist ab sofort erhältlich.

Ein neues Medikament hilft, Migräneattacken vorzubeugen.
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Fr. 05. Oktober 2018

Migräne: Neue Therapie zur Prophylaxe zugelassen

Zur Vorbeugung von episodischer und chronischer Migräne ist kürzlich eine neue Wirkstoffgruppe zugelassen worden. Es handelt sich hierbei um Antikörper, welche die Wirkung eines Botenstoffs blockieren, der eine Rolle bei der Entstehung von Migräne spielt. Das Medikament ist in der Lage, die auftretenden Migräneattacken deutlich zu reduzieren.

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Appliziert werden sie mit Spritzen unter die Haut. CGRP-Antikörper heißen die neuen Wirkstoffe zur Vorbeugung von Migräneattacken. Die Abkürzung CGRP steht für den Botenstoff Calcitonin Gene-Related-Peptide. Im Rahmen von Studien hatten drei unterschiedliche CGRP-Antikörper gezeigt, dass Patienten während der Einnahme unter deutlich weniger Migräneattacken leiden. Dieser Effekt trat bereits nach einer vierwöchigen Einnahme ein. Zu den beobachteten Nebenwirkungen zählten Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle.

Aktuell ist bereits einer der drei Wirkstoffe für die vorbeugende Behandlung von Migräne bei Erwachsenen auf dem europäischen Markt zugelassen. Das Präparat enthält den Wirkstoff Erenumab und wird vermutlich Ende des Jahres in deutschen Apotheken zur Verfügung stehen.

Die beiden anderen Wirkstoffe Galcanezumab und Fremanezumab sind in den USA bereits zugelassen. Für den europäischen Markt wird die Entscheidung in Kürze erwartet. Dr. med. Stefanie Förderreuther, Präsidentin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. und Oberärztin an der Neurologischen Klinik, Ludwig-Maximilians-Universität München, betont: "Die Studienergebnisse zeigen, dass es sich um gut wirksame und verträglich Substanzen handelt. Heilen können wir die Migräne damit nicht. Aber die Anzahl der Migränetage zu senken, ist bereits ein großer Segen für die Betroffenen."

SK

Quellen:

DOI 10.1177/0333102418759786

DOI 10.1177/0333102417747230

DOI 10.1056/NEJMoa1705848

DOI 10.1056/NEJMoa1709038

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