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Süßstoff kann für Hunde zur tödlichen Gefahr werden.

Kaugummi, Zahnpasta, Hustensaft: Solche Dinge sind für Hunde mitunter hochgiftig.
© Berkay Gumustekin, Unsplash

Sa. 17. November 2018

Süßstoff: Tödliche Gefahr für Hunde

Dass Hunde keine Schokolade fressen dürfen, dürfte den meisten Tierliebhabern bekannt sein. Aber auch künstlich gesüßte Lebensmittel sind für Vierbeiner gefährlich: Der Zuckeraustauschstoff Xylit, der zum Beispiel in Kaugummis, Zahnpasta oder Diät-Joghurt steckt, ist für Hunde pures Gift.

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Kaum ein anderer Zusatzstoff wird so häufig genutzt wie künstliches Süßungsmittel. Sie haben eine sehr viel höhere Süßkraft als Zucker - und das bei wenig bis keinen Kalorien. Eines dieser sogenannten Zuckeraustauschstoffe, nämlich Xylit (auch Xylitol), ist für Menschen völlig harmlos - für Hunde jedoch ganz und gar nicht. Darauf weist die amerikanische Lebensmittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hin. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Hunde eine Xylit-Vergiftung erlitten und sind daran gestorben, wie die FDA-Tierärztin Dr. Martine Hartogensis berichtet.

In diesen Lebensmitteln steckt Xylit

Häufig hätten sich die Hunde Dr. Hartogensis zufolge durch versehentlich gefressene zuckerfreie Kaugummis vergiftet. Kaugummis sind aber längst nicht die einzigen Lebensmittel, in denen die Zuckeralternative steckt. Auch bei diesen Dingen müssen Hundebesitzer aufpassen:

  • Zuckerfreie Schokolade, Kuchen oder Pudding
  • Diät-Lebensmittel und Getränke
  • Erdnussbutter
  • Pfefferminz-Dragees
  • Hustensaft
  • Vitamin-Kautabletten und andere rezeptfreie Medikamente
  • Mundwasser
  • Zahnpasta

Doch warum ist der Süßstoff für Vierbeiner so gefährlich? Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren wird der Blutzucker im Körper durch Insulin kontrolliert, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Bei Menschen beeinflusst Xylit diesen Prozess nicht, bei Hunden aber schon: Wenn sie Xylit-haltige Lebensmittel fressen, setzt ihr Körper schnell sehr viel Insulin frei. Etwa 20 bis 60 Minuten nach dem Fressen können die Tiere eine lebensgefährliche Unterzuckerung erleiden.

Symptome sind Erbrechen, Schwäche, ein unsicherer Gang, Muskelzittern, Krämpfe und Ohnmacht. Wenn ein Tier Hund diese Symptome zeigt oder Xylit gefressen hat, sollten Besitzer so schnell wie möglich einen Tierarzt oder eine Klinik aufsuchen. In manchen Fällen kann eine Unterzuckerung bis zu 24 Stunden auf sich warten lassen, daher ist es ratsam, das Tier in dieser Zeit genau zu beobachten.

NK

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