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D-Mannose beugt einer schmerzhaften Blasenentzündung vor.

Einige Frauen werden immer wieder von einer Blasenentzündung geplagt.
© Cassella-med GmbH & Co. KG.

Sa. 24. November 2018

D-Mannose: Zucker gegen Blasenentzündung

Ständiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und krampfartige Unterleibschmerzen: Für viele Frauen ist eine Blasenentzündung ein lästiger und immer wiederkehrender Begleiter. Zur Therapie und zur Vorbeugung eignet sich die Einnahme von D-Mannose, einem natürlichen Zuckermolekül, das die entzündungsverursachenden Bakterien neutralisiert.

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Eine Blasenentzündung ist eine schmerzhafte Infektion der Harnwege. Häufig wird sie durch natürlich im Darm vorkommende E. coli-Bakterien ausgelöst: Gelangen diese außerhalb des Darms und setzen sich in der Blasenschleimhaut fest, können sie eine Infektion verursachen. Da die Harnröhre bei Frauen wesentlicher kürzer ist als bei Männern, erkranken sie häufiger. Besonders gefährdet sind Schwangere und Frauen in der Menopause, da die hormonelle Umstellung eine Veränderung der Vaginalflora auslöst. Auch kalte Temperaturen, Geschlechtsverkehr, ein geschwächtes Immunsystem oder übertriebene Intimhygiene kommen als Ursache in Frage.

Typische Symptome einer Blasenentzündung sind krampfartige Schmerzen im Unterbauch, Brennen beim Wasserlassen und eine Trübung des Urins. "Die Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie unbehandelt bleibende Schäden an den Nieren und Harnwegen verursachen können", sagt Gynäkologin Dr. Irmgard Zierden.

D-Mannose: Alternative zum Antibiotikum?

Im Regelfall wird bei einer Blasenentzündung die Einnahme eines Antibiotikums empfohlen. Bei einer schweren Entzündung mit Fieber ist das durchaus berechtigt, aber bei leichten und mittelgradigen Beschwerden nicht immer notwendig. "Da sich aber Erreger sehr schnell an Antibiotika gewöhnen und somit eine Resistenz auftreten kann, empfiehlt sich bei leichten und mittelschweren Entzündungen eine unterstützende Behandlung, etwa mit dem natürlichen Wirkstoff D-Mannose", sagt Dr. Zierden. D-Mannose gelange schnell in die Blase und werde dort aktiv. Wird das Zuckermolekül, das natürlicher Bestandteil der Blasenwand ist, in erhöhter Menge aufgenommen, blockiere es das Festsetzen der E. coli-Bakterien. Die D-Mannose-Moleküle setzen sich an den zuckerliebenden E. coli-Bakterien fest und verhindern somit, dass sie sich an der Blasenwand festsetzen. Beim Wasserlassen werden die Bakterien mit dem Urin ausgeschwemmt.

D-Mannose gibt es rezeptfrei in der Apotheke, zum Beispiel in Form eines Trinkgranulats, und kann auch zusammen mit Antibiotikum eingenommen werden. "Es beeinträchtigt nicht die Wirksamkeit, sondern ergänzt diese", sagt Dr. Zierden. Zusätzlich ist es bei jeder Blasenentzündung wichtig, viel zu trinken, um das Ausschwemmen der Bakterien zu beschleunigen. Auch zur Vorbeugung von wiederkehrenden Blasenentzündungen eignet sich der Zucker: Eventuell vorhandene Bakterien in der Blase haften sich an die D-Mannose-Moleküle und werden mit dem Urin ausgeschieden. Eine Blasenentzündung bleibt so in der Regel aus.

NK

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