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Ein Gläschen Wein ist - in Absprache mit dem behandelnden Arzt - auch für Patienten mit Herzschwäche möglich.

Ein Gläschen Wein ist - in Absprache mit dem behandelnden Arzt - auch für Patienten mit Herzschwäche möglich.
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Mi. 02. Januar 2019

Herzschwäche: Moderates Trinken schadet nicht

Menschen über 65 Jahre, die unter Herzschwäche leiden, fachsprachlich Herzinsuffizienz, können weiterhin moderate Mengen Alkohol trinken, ohne ihre Gesundheit zu gefährden. Sie leben durchschnittlich sogar länger als Abstinenzler.

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Nach der Diagnose Herzschwäche lebten die Studienteilnehmer, die alkoholischen Getränken in Maßen zusprachen, im Durchschnitt etwas über ein Jahr länger als Personen, die komplett auf Alkohol verzichteten. "In Maßen" bedeutete dabei bis zu sieben alkoholische Getränke pro Woche – als ein Getränk galten etwa 350 Milliliter Bier bzw. 180 Milliliter Wein. Das schreiben die Wissenschaftler in der Auswertung der Studie, die online in JAMA Network Open veröffentlicht wurde. Die durchschnittliche Lebenserwartung aller Teilnehmer betrug nach der Diagnose mehr als sieben Jahre.

"Meine Patienten, bei denen eine Herzinsuffizienz diagnostiziert wurde, fragen mich oft, ob sie aufhören sollten, jeden Abend ein Glas Wein zu trinken", sagt der Kardiologe Professor David L. Brown. Die neue Studie zeigt nun, dass sie ruhig in Maßen weiter trinken können. Dennoch: "Menschen, die im Alter an Herzinsuffizienz leiden und nie getrunken haben, sollten nicht damit anfangen. Unsere Studie legt jedoch nahe, dass Personen, die vor der Diagnose ein bis zwei alkoholische Getränke zu sich genommen haben, dies auch weiterhin machen können, ohne dass dadurch ein Schaden entsteht. Diese Entscheidung sollte aber immer in Absprache mit ihren Ärzten getroffen werden", so Brown.

Die Wissenschaftler von der Washington University School of Medicine in St. Louis hatten Daten der "Cardiovascular Health Study" ausgewertet, die von 1989 bis 1993 durchgeführt worden war und 5.888 Erwachsene umfasste. 393 von ihnen erkrankten innerhalb von neun Jahren an Herzinsuffizienz.

ZOU

Quelle: DOI 10.1001/jamanetworkopen.2018.6383

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