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Nahrungsergänzungsmittel helfen nicht, einer Depression vorzubeugen.

Mit Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und anderen Kapseln einer Depression vorbeugen? Wissenschaftler sind skeptisch.
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Do. 07. März 2019

Nahrungsergänzung schützt nicht vor Depressionen

Die tägliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin D hilft nicht, einer Depression vorzubeugen. Das zeigt eine neue Studie im Journal der American Medical Association. Den Ergebnissen nach sind eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht besser wirksam, denn zwischen Depressionen und Übergewicht bestehen Zusammenhänge.

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Ein internationales Forscherteam um Professor Ed Watkins von der Universität in Exeter hat untersucht, ob Nahrungsergänzungsmittel eine Rolle für die Prävention von Depressionen spielen. Durch mehrere Studien kamen die "MoodFood"-Forscher schließlich zu drei wichtigen Schlussfolgerungen:

  1. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch, Hülsenfrüchten und Olivenöl sowie wenig rotem Fleisch und Vollmilchprodukten könnte das Risiko für die Entwicklung einer Depression senken.
  2. Bei Menschen mit Übergewicht mindert ein Gewichtsverlust die depressiven Symptome.
  3. Nahrungsergänzungsmittel wie Folsäure, Vitamin D, Omega-3-Fischöl Zink und Selen können einer Depression nicht vorbeugen.

"Es deutete sich an, dass ein verändertes Ernährungsverhalten dazu beitragen könnte, Depressionen vorzubeugen. Dies erfordert jedoch noch weitere Untersuchungen", sagt Professor Watkins.

In der MoodFood-Studie wurden ein Jahr lang verschiedene Ernährungsstile und Lebensweisen daraufhin miteinander verglichen, wie sie die Stimmung und das Wohlbefinden der Teilnehmer beeinflussten. An der Studie nahmen mehr als 1.000 übergewichtige oder fettleibige Personen mit einem erhöhten Risiko für Depressionen teil, die zu Beginn der Studie jedoch nicht depressiv waren. Die Hälfte von ihnen erhielt täglich Nahrungsergänzungsmittel, die andere Hälfte ein Placebo. Außerdem erfolgte bei einem Teil der Teilnehmer eine Verhaltenstherapie zur Änderung ihres Ernährungsverhaltens.

ZOU

Quelle: DOI 10.1001/jama.2019.0556

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