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Inkontinenz lässt sich mit einer Verhaltenstherapie gut behandeln.

Bei Blasenschwäche hilft vielen betroffenen Frauen auch eine nicht-medikamentöse Therapie.
© shutterstock

Do. 21. März 2019

Verhaltenstherapie hilft bei Inkontinenz am besten

Viele Frauen leiden an Inkontinenz, besonders nach den Wechseljahren. Es gibt eine ganze Reihe an Behandlungsmöglichkeiten, unter anderem stehen Medikamente zu Verfügung. Eine neue Studie zeigt nun, dass eine Verhaltenstherapie - ob allein oder in Kombination mit anderen Maßnahmen - wirksamer ist eine medikamentöse Therapie.

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Forscher der Brown University in den USA stellten fest, dass es auf jeden Fall sinnvoll ist, Harninkontinenz zu behandeln: Zur Heilung oder Verbesserung der Symptome war eine Verhaltenstherapie sogar wirksamer als Medikamente (sogenannte Alpha-Rezeptoragonisten) oder Hormone. Auch die Neuromodulation erzielte bessere Ergebnisse, als wenn keine Behandlung erfolgte. Studienautor Professor Ethan M. Balk schlussfolgert: "Verhaltenstherapie allein oder in Kombination mit anderen Methoden ist im Allgemeinen wirksamer als die medikamentöse Therapie allein bei der Behandlung von Stress und Dringlichkeitsinkontinenz."

Die Forscher hatten 84 klinische Studien zur Wirksamkeit von 14 verschiedenen Behandlungsmethoden der Belastungs-, Drang- und gemischten Harninkontinenz bei nicht-schwangeren Frauen genauer unter die Lupe genommen. Am häufigsten wurden Verhaltenstherapien, Medikamente und Neuromodulation verwendet, bei der die Blasenfunktion durch eine Stimulation von Nerven mit schwachen elektronischen Impulsen wiederhergestellt werden soll.

ZOU

Quelle: DOI 10.7326/M18-3227

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