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Mildere Beschwerden lassen sich auch mit pflanzlichen Medikamenten lindern.

Entspannung und Bewegung an der frischen Luft tragen oft schon dazu bei, Wechseljahresbeschwerden zu lindern.
© iStockphoto/absolutimages

Sa. 06. April 2019

Mit Pflanzenkraft gegen Wechseljahresbeschwerden

Schwindel, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit: Das sind nur einige der Symptome, die typischerweise in den Wechseljahren auftreten. Auch seelische Verstimmungen und Depressionen können mit der Menopause einhergehen. Nicht immer ist gleich eine Hormonersatztherapie notwendig, erklärt Apothekerin Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Leichte bis mäßige Beschwerden können auch mit pflanzlichen Medikamenten gelindert werden.

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In den Wechseljahren stellt sich der Hormonhaushalt der Frau um. Betroffene erleben diese Umstellung sehr unterschiedlich: Während manche keine bis wenige nennenswerte Beschwerden haben, leiden andere stark unter der Veränderung. Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schwindel kommen häufig vor, es können aber auch Antriebslosigkeit, Schlaflosigkeit, seelische Verstimmungen und Depressionen auftreten. Außerdem verändern sich Haut und Schleimhäute: Die Haut wird zunehmend dünner und weniger elastisch, Haut und Schleimhaut wird trockener. Dies kann auch zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen.

Leichten bis mäßigen Wechseljahrsbeschwerden können Apothekerin Funke zufolge mit pflanzlichen Wirkstoffen begegnet werden. Gesichert sei die positive Wirkung der Traubensilberkerze. Betroffene müssten ein wenig Geduld mitbringen, denn die positiven Effekte des Pflanzenhormons zeigen sich frühestens nach vierwöchiger Einnahme. Ein Ersatz für eine Hormonersatztherapie sei der pflanzliche Wirkstoff allerdings nicht.

Bei zusätzlichen Stimmungsschwankungen kann auch eine Kombination mit Johanniskraut erwogen werden. Dessen Wirkung gegen leichte bis mittelschwere Verstimmungen gilt als belegt. Doch Vorsicht ist geboten: Johanniskraut kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Werden noch andere Arzneimittel eingenommen, sollten sie sich in der Apotheke unbedingt wegen möglicher Neben- und Wechselwirkungen beraten lassen. Besteht Reizbarkeit und Unruhe können, Hopfen und Baldrian beruhigend wirken. Salbei hilft bei Schweißausbrüchen und nächtlichem Schwitzen.

Leiden Frauen unter nur leichten Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, kann ein veränderter Lebensstil möglicherweise schon zur Besserung ausreichen. Hitzewallungen können beispielsweise bereits durch ausreichende Bewegung, eine niedrige Raumtemperatur und die schonende Reduktion von Übergewicht verringert werden. Apothekerin Funke rät Frauen in den Wechseljahren außerdem, auf eine bewusste Ernährung mit ausreichend Vitamin D und Kalzium zu achten, um einer Osteoporose vorzubeugen. Sind die Beschwerden schwer oder der Leidensdruck groß, ist immer ein Arztgespräch sinnvoll.

NK


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