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Wenn es draußen sehr heiß ist, werden mehr Menschen in die Notaufnahme eingeliefert.

Vor allem Kinder und ältere Menschen reagieren im Sommer empfindlich auf Flüssigkeitsverlust und müssen viel trinken.
© Alfira Poyarkova/iStockphoto

Di. 25. Juni 2019

Hitzewelle: 10 Tipps von Notfallmedizinern

In den kommenden Tagen werden in Deutschland Temperaturen bis zu 40 Grad erwartet. Notärzte in Deutschland rechnen damit, dass deutlich mehr Patienten als üblich wegen hitzebedingter Beschwerden behandelt werden müssen. Häufig ist Flüssigkeitsmangel die Ursache. Experten der Asklepios Kliniken erklären, worauf man nun besonders achten muss.

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Die meisten Patienten klagen über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Aber auch eine Bewusstseinstrübung kann eine ernstzunehmende Folge der Hitze sein. "Man darf nicht vergessen, dass unser Körper zu 60 Prozent und unser Gehirn zu 80 Prozent aus Wasser bestehen. Deshalb macht sich ein Flüssigkeitsmangel als Erstes im Kopf bemerkbar", sagt Dr. Jan-Christoph Lewejohann, Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik Wandsbek. Insbesondere kleine Kinder sowie alte und kranke Menschen müssen jetzt besonders vorsichtig sein.

Der Notfallmediziner gibt folgende Tipps für die kommenden heißen Tage:

  1. Tragen Sie luftige Kleidung und eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind.
  2. Halten Sie sich möglichst in kühlen Räumen auf.
  3. Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung.
  4. Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus, etwa bei der Arbeit im Garten.
  5. Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause und ruhen sich aus.
  6. Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
  7. Trinken Sie mehr als sonst, aber verzichten Sie auf Alkohol und sehr kalte Getränke, die den Kreislauf zusätzlich belasten.
  8. Trinken Sie nicht zu viel auf einmal, denn pro Stunde können Sie nur 500 - 800 ml Flüssigkeit aufnehmen und sinnvoll verwerten. Am besten trinken Sie über den Tag verteilt jede Stunde ein Glas Wasser, auch wenn Sie noch keinen Durst haben.
  9. Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium, Magnesium und Calcium. Deshalb ist es ratsam, dementsprechend angereicherte Mineralwässer zu trinken. Herz- und nierenkranke Menschen sollten allerdings aufpassen und ihren Arzt befragen, welche Wassersorten und -mengen für sie geeignet sind.
  10. Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto zurück.

Wenn es zu einem Hitzschlag oder Kreislaufkollaps gekommen ist oder der Verdacht besteht, ist sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zu verständigen. Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen Ort, lockern Sie seine Kleidung, kühlen sie mit feuchten Tüchern ab und reichen Sie Getränke, jedoch nicht zu kühl und nicht zu viel auf einmal.

NK

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