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Was bei Sodbrennen hilft, erklärt ein Apotheker.

Die richtige Ernährung spielt bei Sodbrennen eine große Rolle. Ratsam ist es zum Beispiel, auf kohlensäurehaltige Getränke zu verzichten und stilles Wasser oder Tee zu trinken.
© g-stockstudio/iStockphoto

Di. 30. Juli 2019

Sodbrennen: Was wirklich hilft

Sodbrennen ist ein stechender Schmerz, der meist von der Magengrube Richtung Brustbein aufsteigt. Ursache ist der Mageninhalt, der in die Speiseröhre gelangt. Da diese über keinen Schutz gegen die aggressive Magensäure verfügt, kann es zu krampfartigen Schmerzen kommen. Manche Menschen sind dafür besonders anfällig. Was ihnen hilft, erklärt Apotheker Christoph Gulde.

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"Die häufigsten Ursachen für das Sodbrennen sind schweres, scharfes und hektisches Essen, viel Kaffee und Nikotin. Wer in einer kurzen Pause gestresst schnell etwas Fettiges isst und noch mit einem Kaffee nachspült, damit es noch für eine Zigarette reicht, wird wahrscheinlich danach unter saurem Aufstoßen oder Sodbrennen leiden," sagt Gulde, Vizepräsident des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg.

Solchen Patienten empfiehlt der Apotheker auf eine leichtverdauliche Ernährung zu achten und lieber fünf kleine Mahlzeiten täglich zu sich zu nehmen, anstatt zwei bis drei große. "Das entlastet den Magen und vermindert Reizungen. Und noch ein Tipp: Verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke, denn sie führen zusätzlich zum Aufstoßen. Besser ist es, wenn Sie stilles Wasser oder Kräutertees trinken", so Gulde weiter.

Auch Medikamente wie Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure und Arzneimittel, die ätherische Öle enthalten, können zu Magenschmerzen und Sodbrennen führen. Hier empfiehlt der Apotheker die kurzfristige Einnahme von sogenannten Antazida, die überschüssige Magensäure neutralisieren. Auch Säureblocker, die die Ausschüttung von Magensäure in den Magen hemmen, schaffen Abhilfe.

Lässt das quälende Sodbrennen trotz Ernährungsumstellung und kurzfristiger Selbstmedikation nicht nach, rät Gulde zu einer medizinischen Abklärung beim Arzt. Denn auch ein nicht gut funktionierender Muskel am Mageneingang kann dazu führen, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.

LAV Baden-Württemberg/NK

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