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Herzstolpern ist oft harmlos.

Um die Ursache für Herzrhythmusstörungen zu ermitteln, kommt häufig ein Elektrokardiogramm (EKG) zum Einsatz.
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Di. 06. August 2019

Herzstolpern: Diese vier Warnzeichen nicht ignorieren

Schlägt das Herz unregelmäßig, wird das von vielen Menschen als beängstigend empfunden. Meistens ist Herzstolpern harmlos, doch es kann auch auf ernste Erkrankungen hindeuten. Wann Betroffene einen Arzt aufsuchen sollten, erklärt Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung.

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Kräftiges Herzklopfen, Herzrasen oder Aussetzer des Herzschlags sind unangenehme Symptome, häufig steckt aber keine ernste Ursache dahinter. "Eine hohe Dringlichkeit einer Herz-Untersuchung ist geboten, wenn Betroffene zusätzlich unter Schwindel, Luftnot, Brustschmerz oder gar Ohnmacht leiden. Diese vier Warnzeichen deuten auf eine ernste Herzerkrankung als Auslöser hin", weiß Meinertz. Erste Hinweise, ob das Herzstolpern ungefährlich ist oder eine Herzerkrankung die Herzrhythmusstörungen verursacht, gibt ein Elektrokardiogramm (EKG).

Häufig sind Extraschläge, medizinisch Extrasystolen genannt, die Ursache für das Stolperherz. Die Extraschläge setzen früher als der normale Herzschlag ein und führen so zu einem unregelmäßigen Puls. Bei gesunden Menschen sind oft Stress und Aufregung die Auslöser der Extraschläge. Auch Kaffee oder Alkohol können sich auf den Herzrhythmus auswirken. Hat das Herzstolpern eine harmlose Ursache, wie etwa ein Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt, beispielsweise verursacht durch starkes Schwitzen oder Kaffee, ist keine Therapie notwendig.

Eine weitere Ursache von Herzstolpern – und häufigste Herzrhythmusstörung – ist Vorhofflimmern. Der unregelmäßige und oftmals deutlich schnellere Herzschlag hält dabei mindestens 30 Sekunden an. "Herzstolpern ist neben der Leistungseinschränkung das häufigste Symptom bei Vorhofflimmern. Meist hält der komplett unregelmäßige Herzschlag für mehrere Minuten, Stunden oder sogar Tage an", erklärt Meinertz. Vorhofflimmern bedarf einer speziellen Therapie: Hierzu gehört auch die Verhinderung von Schlaganfällen durch verschleppte Blutgerinnsel.

Weitere Informationen zu Herzrhythmusstörungen bietet ein aktualisierter Ratgeber der deutschen Herzstiftung, der kostenfrei unter www.herzstiftung.de oder per Telefon unter 069 955128-400 bestellt werden kann.

NK

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