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Forscher haben untersucht, ob Kaffee für Migräne verantwortlich ist.

Bis zu zwei Tassen am Tag haben keine Auswirkungen auf Migräne-Attacken.
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Do. 08. August 2019

Erhöht Kaffee das Risiko für Migräne?

Viele Menschen, die an Migräne leiden, verzichten auf Kaffee, weil sie davon ausgehen, dass das Getränk eine Kopfschmerz-Attacke auslösen könnte. Forscher aus Boston haben diese Annahme überprüft und kommen zu dem Schluss, dass anfällige Personen zumindest nicht mehr als zwei Tassen Kaffee pro Tag trinken sollten.

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Den Ergebnissen der Studie zufolge, die im American Journal of Medicine veröffentlicht wurden, gingen ein bis zwei koffeinhaltige Getränke pro Tag bei Patienten mit episodischer Migräne nicht mit Kopfschmerzen einher. Drei oder mehr Portionen waren jedoch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Migränekopfschmerzen am selben oder darauffolgenden Tag verbunden. Bei Menschen, die selten koffeinhaltige Getränke konsumierten, erhöhten aber auch schon ein bis zwei Tassen die Wahrscheinlichkeit für Migräne-Attacken.

"Die Rolle von Koffein ist besonders komplex, weil es einen Angriff auslösen kann, aber auch die Kontrolle der Symptome unterstützt", sagte Studienautorin Elizabeth Mostofsky. "Die Wirkung von Koffein hängt sowohl von der Dosis als auch von der Häufigkeit ab. Da es jedoch nur wenige prospektive Studien zum unmittelbaren Risiko von Migräne-Kopfschmerzen nach der Einnahme von koffeinhaltigen Getränken gibt, haben wir zu wenig Hinweise, um Ernährungsempfehlungen für Menschen mit Migräne auszusprechen." Für die Studie führten die Forscher anhand von Tagebüchern, in denen 98 Migränepatienten sechs Wochen lang typische Migräneauslöser sowie das Auftreten von Kopfschmerzen notierten, Vergleichsanalysen durch.

Migräne betrifft mehr als eine Milliarde Erwachsene weltweit und ist damit die dritthäufigste Krankheit der Welt. Zu den Symptomen zählen neben starken Kopfschmerzen auch Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie visuelle und auditive Halluzinationen. Häufige Auslöser von Migräne sind beispielsweise Wettermuster, Schlafstörungen, hormonelle Veränderungen, Stress, Medikamente und bestimmte Lebensmittel oder Getränke.

ZOU

Quelle: DOI 10.1016/j.amjmed.2019.02.015

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