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Fahrradfahren führt am häufigsten zu schweren Kopfverletzungen.

Ein Fahrradhelm senkt das Risiko für Kopfverletzungen bei Unfällen deutlich.
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Mo. 26. August 2019

Radfahren ist der häufigste Grund für schwere Kopfverletzungen

Eine australisch-neuseeländische Studie zur Untersuchung von Kopfverletzungen bei Kindern ergab: Reiten, Skateboarden und vor allem Radfahren führen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu schweren Kopfverletzungen als Kontaktsportarten wie Football oder Rugby.

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Für die Studie wurden 8.857 Kinder mit Kopfverletzungen untersucht, die zwischen 2011 und 2014 Kliniken in Australien oder Neuseeland aufsuchten. Ein Drittel von ihnen, darunter 78 Prozent Jungen, verletzte sich beim Sport. 45 der 3.177 sportbedingten Kopfverletzungen waren schwerwiegend. Die häufigsten Ursachen für schwere Kopfverletzungen waren Fahrradfahren (44 Prozent), Skateboarden (18 Prozent) und Reiten (16 Prozent). Australischer Football und Rugby führten zu jeweils einer schweren Kopfverletzung, Fußball zu keiner.

Ob die verletzten Kinder einen Schutzhelm trugen, geht aus der Untersuchung nicht hervor. Die Ergebnisse legen trotz allem erneut nahe, wie wichtig es ist, bei Sportarten wie Radfahren, Reiten oder Skateboarden einen Helm zu tragen. "Die Studie ergab, dass Kinder, die sich nach einer Kopfverletzung in der Notaufnahme vorstellten und Freizeitsportarten wie Reiten, Skateboarden und Radfahren nachgingen, häufiger schwere Kopfverletzungen erleiden als Kinder, die Kontaktsportarten wie Football, Rugby, Basketball oder Fußball ausübten", fasst Professor Franz Babl vom Murdoch Children's Research Institute die Ergebnisse zusammen.

Die Untersuchungen wurden vom PREDICT-Forschungsnetzwerk Murdoch Children's Research Institute durchgeführt und im Australian Medical Journal veröffentlicht. Als schwere Hirnverletzung wurden alle Fälle eingestuft, in denen eine neurochirurgische Behandlung, mindestens zwei Nächte im Krankenhaus und/oder eine künstliche Beatmung erforderlich waren.

ZOU

Quelle: DOI 10.5694/mja2.50311

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