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Schon eine Sporteinheit verbessert das Gehirn.

Dass Bewegung auch die geistige Fitness fördert, ist schon länger bekannt.
© iStock.com/shironosov

Do. 29. August 2019

Schon eine Sporteinheit verändert das Gehirn

Sport führt zu einer Ausschüttung von Glückshormonen und erhöht die körperliche Fitness. Viele Studien sprechen dafür, dass Bewegung auch dem Geist neuen Schwung verleiht. Selbst eine einmalige Sporteinheit verbessert die geistige Leistung in ähnlichem Ausmaß wie regelmäßiges Training, wie neue Ergebnisse nun zeigen.

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Forscher der Universität von Iowa haben beobachtet, dass bereits eine einzige Trainingseinheit die kognitiven Funktionen und das Arbeitsgedächtnis bei älteren Menschen verbesserte: Nachdem sie 20 Minuten auf einem Hometrainer geradelt waren, zeigten sich in Gehirnscans und Gedächtnistests deutliche Verbesserungen. Die positiven Effekte hielten jedoch nur kurze Zeit an.

Im Langzeittest traten die Teilnehmer drei Monate lang dreimal pro Woche 50 Minuten lang in die Pedalen, eine Gruppe bei mäßiger und eine andere Gruppe mit geringer Intensität. Die meisten von ihnen profitierten mental von dem Training. Der Gewinn war jedoch nicht größer als die Verbesserungen, die in einer einmaligen Sitzung erzielt wurden.

Prof. Michelle Voss von der Abteilung für Psychologie und Gehirnwissenschaften der Universität Iowa sagt dazu: "Die Vorteile können viel schneller eintreten, als man denkt." Sie hofft, dass das Wissen um die zeitlich begrenzten Effekte die Menschen dazu motiviert, häufiger und für längere Zeit aktiv zu sein. "Das genaue Verständnis, wie lange die Vorteile nach einer einzelnen Sitzung anhalten und warum einige mehr davon profitieren als andere, sind spannende Fragen für die zukünftige Forschung."

Voss hat deshalb eine Fünfjahresstudie gestartet, um diese ersten Ergebnisse zu bestätigen und mehr darüber zu erfahren, wie Bewegung das Gehirn älterer Menschen verändert. Die Teilnehmer sind gesunde ältere Personen, die körperlich nicht aktiv sind, ähnlich wie das Profil der Teilnehmer in der jetzigen Studie.

ZOU

Quelle: DOI 10.1249/MSS.0000000000002115

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