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Auch beim Wandern gehört eine kleine Reiseapotheke mit ins Gepäck.

Blasenpflaster gehören bei einer Wanderung unbedingt mit ins Gepäck.
© Toomas Tartes, Unsplash

Sa. 28. September 2019

Wanderapotheke: Das gehört in den Rucksack

Ob Bayerisches Voralpenland, Fränkische Schweiz oder der Schwarzwald: Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, hat am besten immer eine kleine Rucksackapotheke dabei. Die häufigsten Beschwerden beim Wandern? "Dazu zählen Blasen an den Füßen", weiß Apotheker Dr. Volker Schmitt.

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Erste Hilfe

Um schmerzhaften Blasen an den Füßen vorzubeugen, eignet sich medizinisches Klebeband aus der Apotheke, umgangssprachlich auch Tape genannt. Die Rollpflaster kommen normalerweise zum Einsatz, um Wundkompressen auf der Haut zu befestigen. Werden die Füße vorsorglich damit abgeklebt, sinkt das Risiko für schmerzhafte Blasen. Außerdem ist es ratsam, immer Blasenpflaster mit dabei zu haben. Apotheker Schmitt empfiehlt außerdem: "Um für Stürze und Ausrutscher gewappnet zu sein, gehören Verbandsmaterialien wie Heftpflaster, sterile Wundauflagen und Mullbinden sowie ein Wunddesinfektionsmittel in den Rucksack." Ein Eisspray und schmerzlindernde Salben leisten bei Prellungen, Verstauchungen und Bänderzerrungen gute Dienste. "Bei längeren Touren rate ich, auf jeden Fall auch ein Dreieckstuch, eine Rettungsdecke sowie Einweg-Handschuhe mitzunehmen. Außerdem gehört ein Multifunktions-Taschenmesser mit Schere und Pinzette ebenfalls zur Grundausstattung", sagt der Apotheker.

Sonne, Insekten und Zecken

Wie bei allen Outdoor-Aktivitäten ist auch beim Wandern ein ausreichender Sonnenschutz wichtig. "Je höher die Tour ins Gebirge führt, desto intensiver wird die UV-Strahlung der Sonne. Hier hilft Sonnencreme oder -gel mit hohem Lichtschutzfaktor", erklärt Schmitt. Vor Insektenstichen oder Zeckenbissen schützt man sich am besten mit dichter Kleidung. "Ich rate dazu, sich vor jeder Wanderung mit Insekten abwehrenden Mitteln, sogenannten Repellentien, einzureiben und die Strümpfe über die Hose zu ziehen." Um Zecken im Fall des Falles entfernen zu können, nimmt man zur Wanderung am besten auch eine Zeckenzange mit. Zecken sind übrigens nicht nur im Sommer aktiv, sondern häufig auch noch bis in den Spätherbst hinein. Je milder die Temperaturen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einer Zecke zu begegnen.

Trinken nicht vergessen

Längere Wanderungen bringen den Körper zum Schwitzen. Deshalb ist es wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um dem Körper die Mineralstoffe und Spurenelemente zurückzugeben, die er beim Schwitzen verliert. "Um den Mineralstoffhaushalt bei längerer sportlicher Aktivität wieder auszugleichen, rate ich zu Getränken, die viel Kalium, Calcium und Magnesium enthalten." Gesunde Durstlöscher sind Mineralwasser, Saftschorlen, isotonische Drinks oder leicht gesüßter Eistee.

LAV Bayern/NK

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