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Infrarotanwendungen helfen bei Muskelverspannungen.

Viele Deutsche leiden unter schmerzhaften Muskelverspannungen.
© iStock.com/AaronAmat

Sa. 19. Oktober 2019

Mit Infrarotlicht gegen Verspannungen

Gegen Muskelverspannungen und Schmerzen helfen nicht nur Tabletten oder Bewegung. In manchen Fällen ist auch Wärme sinnvoll: Neben speziellen Pflastern, Wärmflaschen oder Saunagängen können auch Infrarotanwendungen Linderung verschaffen.

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Während man Infrarotlampen früher in vielen Haushalten gefunden hat, kommen sie heutzutage meist nur noch über Wickeltischen zum Einsatz, an denen Neugeborene versorgt werden. Hier haben sie die Aufgabe, die Körperwärme der Säuglinge aufrechtzuerhalten. Aber auch Erwachsene können von dem roten Licht profitieren, wenn sie beispielsweise an akuten oder chronischen Muskelschmerzen, Durchblutungsstörungen, tiefsitzenden Beschwerden der Lendenwirbelsäule oder auch einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung leiden. "Der Einsatz von Infrarotlicht kann, neben dem Wohlfühl-Effekt, der durch Wärme eintritt, auch körpereigene Prozesse anstoßen, die die Beschwerden verbessern", erklärt Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der Krankenkasse Barmer.

Was ist Infrarot-Licht?

Infrarot ist ein natürlicher Bestandteil des Sonnenlichts. Je nach Wellenlänge unterscheidet man zwischen Infrarot A, B oder C. Therapeutisch genutzt wird beim Menschen nur Infrarot A, das fünf bis sechs Millimeter tief in die Haut eindringt und auf diese Weise die durchbluteten Bereiche der Haut erreichen kann. "Die verstärkte Durchblutung hat den positiven Effekt, dass unter anderem mehr Sauerstoff in die betroffene Region transportiert wird und gleichzeitig Stoffwechselprodukte besser abtransportiert werden können. Das reduziert Schmerzen. Außerdem wirkt die Kombination aus Muskelentspannung und erhöhter Durchblutung leicht entzündungshemmend", erklärt Petzold.

Moderne Infrarotlampen verfügen über hohe Sicherheitsstandards und sind auch zum täglichen Gebrauch in den eigenen vier Wänden geeignet. Je nach Herstellerangabe sollte man etwa 30 bis 50 Zentimeter Abstand zur Infrarotlampe einhalten und täglich nicht länger als etwa 15 Minuten verwenden. Dabei rät Petzold, nicht in die Strahlenquelle zu schauen, um Schäden an den Augen zu vermeiden.

Treten während der Behandlung Schmerzen auf oder verstärken sich bereits vorhandene Schmerzen, muss die Bestrahlung abgebrochen werden. In manchen Fällen hat Infrarotlicht auch einen gegenteiligen Effekt, beispielsweise, wenn eine akute Entzündung vorliegt. Auch bei schweren Herzerkrankungen, Thrombosen oder schwerem Diabetes mellitus sollte man der Expertin zufolge vor dem Einsatz von Infrarotlicht unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten. Ansonsten gilt: Augen zu und entspannen.

Barmer/NK

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