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Schlechter Schlaf wirkt sich auch auf das Herz-Kreislauf-System aus.

Wer jede Nacht Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte das nicht einfach hinnehmen sondern einen Arzt ansprechen.
© iStock.com/InnerVisionPRO

Fr. 08. November 2019

Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Erwachsene, die von Schlafstörungen gebeutelt werden, haben auch ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zeigt eine aktuelle Studie aus China. Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, Schlafprobleme ernst zu nehmen und zu behandeln.

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Schlafstörungen können den Alltag auf unterschiedliche Weise beeinträchtigen: Manche Menschen haben Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, andere wachen morgens zu früh auf oder leiden tagsüber unter mangelnder Konzentrationsfähigkeit. Studienteilnehmer, die von all diesen Symptomen betroffen waren, erlitten zu 18 Prozent häufiger einen Schlaganfall oder Herzinfarkt als Personen ohne Schlafprobleme. Dies berichten die Wissenschaftler der Universität Peking in der Online-Ausgabe des Fachblatts Neurology.

Bei Personen, die nur schlecht ein- oder durchschliefen, war das Risiko neun Prozent höher, und bei Menschen, die morgens vorzeitig aufwachten, um sieben Prozent. Wer aufgrund von Schlafstörungen tagsüber Probleme mit der Konzentration hatte, entwickelte mit einer 13 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit Schlaganfälle oder Herzerkrankungen.

Therapie von Schlafstörungen ist wichtig

Dr. Liming Li von der Universität in Peking berichtete: "Der Zusammenhang zwischen den Symptomen von Schlaflosigkeit und diesen Krankheiten war bei jüngeren Erwachsenen ausgeprägter. Die Ergebnisse legen nahe, dass wir die Anzahl der Fälle von Schlaganfall, Herzinfarkt und anderen Krankheiten später reduzieren können, wenn wir die Schlafprobleme der Menschen mit Verhaltenstherapien behandeln."

Für die Studie wurden 487.200 Chinesen im Alter von durchschnittlich 51 Jahren befragt. Elf Prozent gaben an, Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen zu haben, zehn Prozent wachten zu früh auf und zwei Prozent litten tagsüber unter mangelnder Konzentrationsfähigkeit. Diese Personen wurden dann über durchschnittlich 10 Jahre hinweg weiter beobachtet. In dieser Zeit kam es zu 130.032 Schlaganfällen, Herzinfarkten und vergleichbaren Vorfällen.

ZOU

Quelle: DOI 10.1212/WNL.0000000000008581

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