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Ballaststoffe, wie in Müsli, sind gesund, können aber zu Blähungen führen.

Ballaststoffe, wie in Müsli, sind gesund, können aber zu Blähungen führen.
© iStock.com/Wavebreakmedia

Mo. 03. Februar 2020

Weniger Blähungen trotz mehr Ballaststoffen

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist gesund, aber sie hat einen Nachteil: Bei einigen Menschen bringt sie Blähungen mit sich. Forscher aus Baltimore haben sich das Problem genauer angesehen und festgestellt, dass es vermehrt zu Blähungen kommt, wenn die ballaststoffreiche Ernährung mit eiweißhaltigen Lebensmitteln kombiniert wird.

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Ergebnisse einer neuen Studie legen nahe, dass Menschen, die sich ballaststoffreich ernähren, seltener mit Blähungen zu kämpfen haben, wenn die Ernährung insgesamt kohlenhydratreich ist. Wer dagegen neben reichlich Ballaststoffen viel Eiweiß zu sich nimmt, hat mit 40 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit Blähungen.

Allgemein wird angenommen, dass ballaststoffreiche Diäten bestimmte Darmbakterienarten anregen, die Ballaststoffe nutzen und als Nebenprodukt Gas produzieren. Die Ergebnisse der aktuellen Studie lassen darauf schließen, dass die Veränderung der Bakterienpopulation im Darm zusätzlich durch vorhandene Makronährstoffe wie Kohlenhydrate und Proteine beeinflusst wird. "Es ist möglich, dass in dieser Studie die proteinreiche Version der Diät mehr Blähungen verursachte, weil sich die Zusammensetzung des Mikrobioms stärker zum Positiven veränderte", spekulierte Prof. Dr. Noel Mueller.

Bei Kohlenhydraten ist das Risiko für Blähungen geringer

Wer mehr Ballaststoffe zu sich nehmen möchte, aber mit Blähungen zu kämpfen hat, könnte also versuchen, Proteine durch Kohlenhydrate zu ersetzen, damit der gesunde Vorsatz nicht an heißer Luft scheitert.

Eigentlich wollten die Wissenschaftler untersuchen, wie sich Makronährstoffe auf das Risiko für Herzerkrankungen auswirken. Es zeigte sich, dass eine Ernährungsweise mit viel pflanzlichem Eiweiß und Fett den Blutdruck am wirksamsten senkte und die Cholesterinwerte verbesserte. An der Studie nahmen 164 Personen mit hohem Blutdruck teil.

ZOU

Quelle: DOI 10.14309/ctg.0000000000000122

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