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Wer viel am Bildschirm arbeitet, hat häufiger mit trockenen Augen zu kämpfen.

Wer täglich viele Stunden am Bildschirm arbeitet, leidet mit höherer Wahrscheinlichkeit unter trockenen Augen.
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Do. 20. Februar 2020

Office-Eye-Syndrom: 7 Tipps gegen trockene Augen

Trockene Heizungsluft, Staub, Rauch und Abgase: Unsere Augen sind täglich vielen Strapazen ausgesetzt. Zusätzlich werden sie durch stundenlanges Starren auf den Computerbildschirm und das Smartphone gereizt. Die unangenehme Folge: juckende, brennende und gerötete Augen, die sich anfühlen, als sei ein Fremdkörper unter das Lid geraten.

Im Tränenfilm unserer Augen sind Substanzen enthalten, die vor Bakterien und Viren schützen und die Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Zusätzlich schwemmt der Flüssigkeitsfilm kleinere Fremdkörper aus. Werden die Augen nicht ausreichend benetzt, sind unangenehmes Brennen, unschöne Rötungen und ein Trockenheitsgefühl die Folge. Zudem ermüden die Augen schneller und werden lichtempfindlich. Paradox: Trotz Trockenheit tränt das Auge.

In leichten Fällen helfen sogenannte künstliche Tränen, erklärt Apothekerin Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. In der Apotheke kann man sich zur richtigen Anwendung der rezeptfreien Tränenersatzmittel, die es als Tropfen oder Gel gibt, beraten lassen. Außerdem hat die Apothekerin folgende Tipps für Betroffene:

  1. Augen entspannen
    Lassen Sie den Blick in die Ferne schweifen oder schließen Sie die Augen bewusst einige Momente, zum Beispiel beim Zähneputzen, im Bus oder in der S-Bahn. Das entlastet die Augen.
  2. Fische Luft
    Durch regelmäßiges Stoßlüften, am besten zwei bis drei Mal pro Tag, wird die verbrauchte Raumluft schneller mit frischer Luft ausgetauscht. Keine gute Idee: Die Fenster den halben Tag auf Kippe stehen lassen. Das kühlt die Räume nur unnötig aus.
  3. Zugluft meiden
    Klimaanlagen oder zugige Sitzplätze trocknen die Augen zusätzlich aus.
  4. Ausreichend trinken
    Ein ausgewogener Flüssigkeitshaushalt wirkt sich positiv auf die Augen aus. Greifen Sie zu Leitungswasser, ungesüßten Tees und Saftschorlen: Sie sind gesund und schmecken gut.
  5. Oft blinzeln
    Wer am Computer arbeitet, viel Fernsehen schaut oder das Smartphone nutzt, blinzelt unbewusst wenig. Bewusste Bildschirmpausen und Blinzelübungen regen den Tränenfluss an.
  6. Statt Kontaktlinsen Brille tragen
    Achten Sie bei trockenen Augen darauf, die Kontaktlinsen nicht zu lange zu tragen und meiden Sie reizende Kosmetik. Werden künstliche Tränen angewendet, sollten Kontaktlinsenträger unbedingt auf ein Präparat ohne Konservierungsmittel achten.
  7. Sonnenbrille tragen
    Beim Aufenthalt im Freien in der Sonne eine Sonnenbrille tragen, um die Augen vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen.

Symptome nicht ignorieren

Im Anfangsstadium ist das Office-Eye-Syndrom nicht gefährlich, aber störend und unangenehm. Ignorieren Betroffene die Beschwerden, riskieren sie Binde- und Hornhautentzündungen. Auch Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Rheuma und bestimmte Medikamente können zu trockenen Augen führen. Verändert sich zudem die Zusammensetzung des Tränenfilms und wird das Auge nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt, kann sich das sogar auf das Sehvermögen auswirken. Wer sich unsicher ist, kann sich in der Apotheke vor Ort beraten lassen, wann Tränenersatzmittel nicht mehr ausreichen und ein Besuch beim Augenarzt sinnvoll ist.

LAK Hessen/NK

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