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Guter Schlaf schützt vor vielen Krankheiten.

Regelmäßige Schlafenszeiten sind genauso wichtig für die Gesundheit wie Obst, Gemüse und Sport.
© Koldunova_Anna/iStockphoto

Mi. 04. März 2020

Guter Schlaf schützt vor Krankheiten

Wer regelmäßig, gut und ausreichend schläft, verringert nicht nur sein Risiko für Herzerkrankungen, sondern könnte auch leichter abnehmen. Das zeigen mehrere Studien, die auf der diesjährigen Jahrestagung der Amerikanischen Herzgesellschaft (AHA) in Phoenix vorgestellt wurden.

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Nicht nur in Amerika orientieren sich Ärzte an den "Life's Simple 7", um das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen ihrer Patienten abzuschätzen: Rauchen, Körpergewicht, Ernährung, Bewegung, Cholesterin, Blutdruck und Glukosespiegel sind Faktoren, die die Herzgesundheit beeinflussen. Dr. Nour Makarem von der Columbia University in New York City schlägt vor, die Schlafgewohnheiten als wichtigen Lebensstilfaktor hinzuzufügen.

Er hatte mit seinem Team herausgefunden, dass Menschen mit einer gesunden Schlafdauer von sieben bis acht Stunden, die zusätzlich die Anforderungen der anderen sieben Faktoren erfüllten, innerhalb von 4,5 Jahren mit 61 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit eine Herzkrankheit bekamen als diejenigen, die besonders schlechte Schlafgewohnheiten hatten. Vor allem eine schlechte Schlafqualität, weniger als sieben oder mehr als neun Stunden pro Nacht, eine unregelmäßige Schlafdauer, variierende Schlafzeiten und Schlafstörungen wie Schlafapnoe oder Schlaflosigkeit waren mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten assoziiert.

Stabile Schlafenszeiten helfen auch beim Abnehmen

Einer anderen Studie zufolge wirkten sich regelmäßige Schlafenszeiten positiv auf das Körpergewicht aus: Frauen, die jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gegangen waren, hatten nach sechs Wochen etwa ein Kilogramm Körperfett verloren – im Gegensatz zu Frauen mit unregelmäßigen Schlafenszeiten, obwohl die Frauen in beiden Gruppen insgesamt gleich lange schliefen.

"Diese Verbesserung der Körperzusammensetzung erfolgte ohne Empfehlungen zur Änderung der Ernährung oder Bewegung. Sie schliefen nur nach einem einheitlicheren Zeitplan", sagte Prof. Marie-Pierre St-Onge. Die Forscherin erklärt sich den Zusammenhang folgendermaßen: Wenn die Schlafenszeiten stabiler sind, ist auch der Tagesrhythmus stabiler, was nachweislich das Risiko für überflüssige Pfunde senke.

ZOU

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